SpOn 30.07.2026
14:04 Uhr

Startklar-Newsletter: Wie werde ich weniger perfektionistisch?


Wie man die eigenen Ansprüche herunterschraubt – für bessere Ergebnisse. Wie viel Fahrradkuriere verdienen. Und wie man eine »Sofa« wird. Die Texte der Woche zu Studium und Berufseinstieg.

Startklar-Newsletter: Wie werde ich weniger perfektionistisch?

So funktioniert mein Kopf leider: Ich habe manchmal solche Angst, in den Augen anderer zu versagen, dass ich meine Arbeit gleich lieber selbst torpediere.

Ich weiß, ich weiß: Was für eine dämliche Logik!

Zum Glück bin ich damit nicht allein. Meine Kollegin Sara Weber hat aufgeschrieben, wie sich Perfektionisten immer wieder in ihren eigenen Ansprüchen verheddern. Warum sie sich mitunter eher schaden, wenn sie zu ehrgeizig nach den Sternen greifen. Ihre Tipps, wie man etwas weniger perfektionistisch wird, lest ihr hier .

Als waschechte Perfektionistin versuche ich seit Jahren akribisch, meinen Perfektionismus zu demontieren. Ich habe mir etliche Texte durchgelesen und noch mehr Podcasts dazu gehört, wie man sich von zu hohen Erwartungen löst und Grübelspiralen durchbrechen kann. Ich versuche inzwischen, bei Fehlern nicht so streng mit mir zu sein und öfter von mir wegzurücken.

Was mir besonders geholfen hat: Ich habe mit meiner Chefin darüber gesprochen. Wenn ich mit einem Text gar nicht weiterkomme, rede ich mit ihr noch vor der Abgabe darüber, wo ich festhänge. Inzwischen weiß ich auch, dass die Welt nicht davon untergeht, wenn beim ersten Entwurf noch nicht alles perfekt ist (was es vorher ohnehin nie war).

Eine interessante Lektüre wünscht

Franca Quecke, Redakteurin SPIEGEL Start


Mathematisches Modell: Etwas zu wenig Ehrgeiz ist besser als zu viel

Mathematisches Modell: Etwas zu wenig Ehrgeiz ist besser als zu viel

Foto:

harry + lidy / plainpicture

Nach den Sternen greifen? Lieber nicht: Wer immer nach dem Optimum jagt, verpasst erreichbare Erfolge. Warum es ausreichen kann , »etwas besser als der Durchschnitt« anzustreben. Und wie man den eigenen Perfektionismus aufweicht.


Fahrradkurier Vladimir Haendel: »Ich liebe diese Arbeit, weil ich mein eigener Herr bin«

Fahrradkurier Vladimir Haendel: »Ich liebe diese Arbeit, weil ich mein eigener Herr bin«

[M] DER SPIEGEL; Fotos: Radkurier24.com, Gregor Fischer / dpa

»Einmal fuhr ich zu einem Späti, um dem Besitzer zu sagen, er solle seine Mutter zurückrufen«: Vladimir Haendel wollte eine Arbeit ohne Vorgesetzte und an der frischen Luft – deshalb wurde er Fahrradkurier. Hier erzählt er  von einsamen Fahrten durch den Berliner Regen und warum er anderen von dem Beruf abrät.


Sozialversicherungsfachangestellte Wolfgramm: »Ich sehe mich als Übersetzerin und Lotsin«

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[M] DER SPIEGEL; Fotos: Privat, Pressmaster / iStockphoto / Getty Images

»Schon als Azubi fand ich das Gehalt auffällig gut«: Ein übersehenes Schreiben und die Krankenkassenkarte ist gesperrt: Emily-Jette Wolfgramm trägt als »Sofa« viel Verantwortung. Vielleicht bekommt man deshalb mit dieser Ausbildung eines der höchsten Einstiegsgehälter .


Uni prüft Exmatrikulation eines Studenten nach Verbreitung von eines Hetzvideos

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Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Uni prüft Exmatrikulation eines Studenten nach Verbreitung eines Hetzvideos: Nachdem ein Student in einem Video Muslimen gedroht haben soll, prüft die Staatsanwaltschaft den Vorwurf der Volksverhetzung gegen das CDU-Mitglied. Die Uni Duisburg-Essen denkt über einen Rauswurf nach.