Ablauf und Hintergründe der Attacke wirken mysteriös: In der südkoreanischen Stadt Seongnam haben vier maskierte Männer in einem Restaurant randaliert, das nach dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping benannt ist. Wie die britische BBC und koreanische Medien berichten, ist auf Überwachungsbildern zu sehen, wie die Gruppe in den frühen Morgenstunden des 24. September das Gelände stürmt, Möbel zerschlägt und Lack versprüht.
Den Berichten zufolge gelang es den Behörden in der Folge, vier Verdächtige zu identifizieren. Diese seien vor der Tat aus China eingereist und hätten Südkorea mittlerweile wieder in Richtung der Volksrepublik verlassen. Zudem geschah die Attacke während eines Feiertages. Die Angreifer hätten also die Information haben müssen, dass das Lokal an diesem geschlossen bleiben sollte.
Auch gebe es Hinweise, dass die Vandalen ihr Vorgehen mit Mobiltelefonen gefilmt hätten – so könnten sie theoretisch einem Auftraggeber gegenüber belegen, dass sie die Tat selbst begangen hätten.
Drohanrufe von 40 bis 50 Personen
Der Eigentümer des Lokals sagte lokalen Medien, er habe in der Vergangenheit bereits Drohanrufe von 40 bis 50 Personen erhalten. Diese hätten ihn aufgefordert, den Namen des Restaurants zu ändern, einige sogar Geld geboten. »Leute, die behaupten, Unternehmen in China zu führen, schlugen hohe Summen vor, wenn wir den Namen ändern würden«, sagte er demnach. »Sie waren hartnäckig.«
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Die ungewöhnliche Namenswahl begründete er damit, dass er habe zeigen wollen, dass sein Lokal das beste chinesische Restaurant in Südkorea sei. »Es gab keine politische Absicht«. Es gebe »nichts, was irgendjemandem in China einen Grund gegeben hätte, einen Groll zu hegen.« Den nun entstandenen Schaden bezifferte er auf umgerechnet knapp 10.000 Euro.
Empfindlicher Xi
Über Chinas Staatschef Xi gibt es immer wieder Berichte, denen zufolge er empfindlich darauf reagiert, wenn er seiner Ansicht nach ins falsche Licht gesetzt wurde. Dies betrifft etwa das Entfernen von Bildern des Comiccharakters Winnie Puuh durch Zensoren aus dem Internet. Xi, so heißt es, fürchte, durch Vergleiche mit dem Bären ins Lächerliche gezogen zu werden.
