SpOn 04.08.2026
02:21 Uhr

Türkisches Schiff im Schwarzen Meer von Drohnen angegriffen


Russland und die Ukraine verstärken die gegenseitigen Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer. Diesmal trifft es offenbar einen türkischen Frachter auf der Rückfahrt aus Russland. Die Attacken könnten die Nahrungsmittelversorgung weltweit bedrohen.

Türkisches Schiff im Schwarzen Meer von Drohnen angegriffen

Bei einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer sind nach Regierungsangaben mindestens drei Seeleute schwer verletzt worden. Der Angriff traf das Schiff »Nadeschda» etwa 20 Seemeilen (37 Kilometer) vom russischen Hafen Noworossijsk entfernt auf der Fahrt nach Samsun in der Türkei. Das teilte die türkische Generaldirektion für Seeverkehr nach Presseberichten mit.

Die Behörde legte sich zur Herkunft der Drohnen nicht fest. Türkische Medien berichteten unter Berufung auf den Kapitän, mehrere ukrainische Drohnen hätten das unter der Flagge von Kamerun fahrende Schiff angegriffen. Den Angaben nach brach ein Brand an Bord aus. Alle 23 Seeleute seien von der russischen Marine nach Noworossijsk in Sicherheit gebracht worden.

Die Ukraine und Russland haben in den vergangenen Wochen die gegenseitigen Angriffe auf den Schiffsverkehr im Schwarzen Meer verstärkt. Russland hatte am Montag ‌nach eigenen Angaben drei Schiffe mit Militärgütern im ukrainischen Teil des Schwarzen Meeres sowie ein Frachtschiff im Hafen von Mykolajiw getroffen. Dies teilte das russische Verteidigungsministerium auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Die wichtigste russische Getreidelobby hatte vor wenigen Tagen vor einem Stopp der Getreide-Exporte über das Schwarze Meer und der Folgen für die globale Nahrungsmittelversorgung gewarnt. Grund seien die ukrainischen ​Drohnenangriffe auf russische Schiffe und Häfen, erklärt der Verband der russischen Getreideexporteure und -produzenten.

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Die Angriffe könnten bald zu einer vollständigen Blockade der Exportkorridore führen, hieß es in einer Erklärung. ‌Dies könne zu einem Ausfall von 30 bis 35 Millionen Tonnen russischen Weizens führen. Dies werde die Preise in die Höhe treiben und könne den Hunger in Afrika und im Nahen Osten verschärfen, warnt der Agrarverband.

Kyjiws Drohnen treffen Wildberries, das russische Amazon. Anwohner und Geschäftsleute verzweifeln. Die Angriffe sollen den Militärnachschub stören. Und tragen den Krieg in die Gesellschaft .

hda/dpa/Reuters