SpOn 28.09.2026
12:51 Uhr

USA: Donald Trump lässt alten Wahlkampfspot ausstrahlen, finanziert mit Steuergeld


Die US-Regierung strahlt einen nahezu identischen Spot aus Donald Trumps Wahlkampf 2024 aus – diesmal auf Kosten der Steuerzahler. Das Weiße Haus nennt die Anzeigen »öffentliche Bekanntmachungen«.

USA: Donald Trump lässt alten Wahlkampfspot ausstrahlen, finanziert mit Steuergeld

Die Trump-Regierung lässt einen Fernsehwerbespot aus Donald Trumps Präsidentschaftswahlkampf 2024 mit Steuergeld ausstrahlen. Es ist die jüngste einer Reihe von Anzeigen, die den Präsidenten im Vorfeld der »Midterms« positiv darstellen sollen. Das Weiße Haus bezeichnet die Spots als »öffentliche Bekanntmachungen«.

Das 30-sekündige Video ist nahezu identisch mit einem Spot, der bereits 2024 ausgestrahlt wurde. Es zeigt Trump, wie er einen Korridor entlanggeht. Im Hintergrund ist seine Stimme zu hören, die vor einem »finalen Kampf« gegen »Globalisten« und »Kriegstreiber« warnt.

Am Ende des Schwarz-Weiß-Videos blickt Trump direkt in die Kamera. Eine Einblendung lautet: »Bezahlt von der US-Regierung.« Die Version von 2024, die von Trumps Wahlkampfteam ausgestrahlt wurde, forderte die Zuschauer dagegen auf: »Schließt euch Präsident Trumps Kampf für Amerika an.«

Kritik von Demokraten und Republikanern

Abgeordnete beider Parteien kritisieren die neue Anzeigenserie wegen ihres aus ihrer Sicht offensichtlich politischen Charakters und wegen der Verwendung von Steuergeld.

Nach Angaben von AdImpact, das die Ausgaben für Fernsehwerbung erfasst, belaufen sich die Ausgaben für den neuesten Spot bereits auf rund 319.000 Dollar.

»Mit euch an meiner Seite werden wir den ›Deep State‹ zerstören. Wir werden die Kriegstreiber aus unserer Regierung vertreiben. Wir werden die Globalisten vertreiben; wir werden die Kommunisten, Marxisten und Faschisten hinauswerfen«, sagt Trump in dem Spot. »Wir werden die kranke politische Klasse, die unser Land hasst, loswerden. Wir werden die Fake-News-Media zurückdrängen und Amerika ein für alle Mal von diesen Schurken befreien.«

Das Weiße Haus verteidigte am Freitag den Einsatz der als »öffentliche Bekanntmachungen« bezeichneten Spots und wies die Kritik als »zutiefst unehrlich« zurück.

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»Die Bekanntmachungen sind eindeutig keine Wahlkampfwerbung; Präsident Trump steht nicht zur Wahl, und es gibt keine Handlungsaufforderung«, erklärte das Weiße Haus. »Stattdessen erinnern die Bekanntmachungen die Amerikaner daran, ihr Land zu lieben und zu wissen, warum es sich lohnt, es zu verteidigen – zu Hause, an der Grenze und im Ausland.«

Als Beispiele verwies das Weiße Haus auf die Regierung von George W. Bush, die eine Kampagne zu einem Medicare-Gesetz ausgestrahlt habe, sowie auf die Biden-Regierung, die Werbung für Covid-19-Impfungen geschaltet habe.

Diese Kampagnen hatten allerdings konkrete politische Vorhaben beworben und nicht die jeweilige Person im Präsidentenamt.

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fhi/AP