SpOn 08.08.2026
11:03 Uhr

USA: Generalstabschef Dan Caine sucht angeblich Ausweg aus Irankrieg


Amerikas ranghöchster General glaubt offenbar nicht mehr an einen militärischen Sieg gegen Iran: Einem Bericht zufolge lotet Dan Caine derzeit aus, wie die USA sich zurückziehen könnten. Noch nicht eingeweiht: der Präsident.

USA: Generalstabschef Dan Caine sucht angeblich Ausweg aus Irankrieg
Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa wird als Autorin des Textes genannt, den die Neue Zürcher Zeitung publiziert hat. Pavel Bednyakov/AP/dpa

Immer verfahrener scheint die Lage der USA im Feldzug gegen Iran zu sein – zuletzt waren Berichte über einen drohenden Mangel  an gelenkten Langstreckenraketen sowie Abfangraketen erschienen. Eine CNN-Recherche legt nun nahe , dass es auch in den Reihen des Militärs große Zweifel an einer Erfolg versprechenden Fortführung des Krieges geben könnte.

So berichtet der Sender unter Berufung auf drei mit den Vorgängen vertraute Personen, Generalstabschef Dan Caine führe derzeit vertrauliche Gespräche, in denen es um einen Ausweg aus dem Militäreinsatz gehe. Grund sei, dass Caine davon ausgehe, Trumps Kriegsziele ließen sich allein mit Lufteinsätzen nicht erreichen.

In mehreren Gesprächen mit Kabinettsmitgliedern habe Caine die Möglichkeit eines Ausstiegs aus dem Krieg angesprochen, heißt es weiter – unter anderem mit CIA-Direktor John Ratcliffe, Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance. Wie dieser nach Vorstellung von Caine konkret aussehen könnte, wird in dem Bericht nicht skizziert. Allein die Tatsache, dass es solche Gespräche gebe, bezeichnete eine der von CNN befragten Personen mit Blick auf Caine jedoch als »seine Art, das Militär zu schützen«.

Angeblich vorsichtig gegenüber Trump

In Gesprächen mit direkter Beteiligung von US-Präsident Donald Trump äußert sich Caine der Recherche zufolge jedoch uneindeutiger. So habe er bei einem Treffen im Weißen Haus mit Trump und weiteren hochrangigen Beamten Ende vergangenen Monats zwar mögliche Nachteile einer Eskalation des Konflikts angesprochen. Zugleich habe er dem Präsidenten jedoch gesagt: »Wir könnten sie vollkommen zerquetschen.«

Einige Beobachter würden Caine gegenüber Trump für nicht durchsetzungsfähig genug halten, heißt es in dem Bericht. Dem Militär liege viel daran, seine Beziehung zum Präsidenten nicht zu zerstören. Eine Zeit lang habe er sogar daran gearbeitet, ein Büro im Weißen Haus zu erhalten, um besseren Zugang zum Präsidenten zu bekommen.

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Caines Sprecher Joseph Holstead reagierte auf eine CNN-Anfrage zum Thema in scharfem Ton, gab aber kein klares Dementi: »Wir diskutieren nicht über vertrauliche Gespräche des Vorsitzenden mit dem Präsidenten, dem Minister oder anderen hochrangigen Führungskräften. Ebenso wenig kommentieren wir anonyme, agendagetriebene Charakterisierungen dieser Gespräche durch Quellen, die nicht eingeweiht waren.«

Ein Sprecher des Weißen Hauses bezeichnete Caine auf CNN-Anfrage als »unglaubliche Bereicherung« für das Sicherheitsteam. Unter anderem »der überwältigende Erfolg der Operationen »Epic Fury« spreche für sich.

sol