Immer wieder kommen Menschen in den USA durch Schüsse der US-Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) zu Tode. Diese hat nun angekündigt, bis Ende August alle ihre Mitarbeiter im Außendienst mit Körperkameras ausstatten.
Dies geschähe früher als ursprünglich geplant, teilte der amtierende ICE-Direktor David Venturella mit. Die Richtlinien der Behörden erlaubten eine beschleunigte Veröffentlichung von Aufnahmen nach schweren Verletzungen oder dem Tod einer Person in Gewahrsam. ICE könne jedoch Aufnahmen zurückhalten, wenn diese Ermittlungen gefährden oder die Privatsphäre verletzen könnten.
Tödliche Schüsse bei Verkehrskontrollen in Maine und Texas im vergangenen Monat hatten Proteste ausgelöst und Fragen aufgeworfen, warum die ICE-Beamten keine Bodycams trugen.
Die frühere Chefin des Heimatschutzministeriums, Kristi Noem, hatte bereits nach tödlichen Einsätzen von ICE und ihrer Schwesterbehörde USBP in Minnesota angekündigt, das Programm landesweit einzuführen, »sobald die Mittel verfügbar sind«. Der unter der Regierung von Präsident Donald Trump zuständige Grenzschutzbeauftragte Tom Homan hatte daraufhin erklärt, dass ICE-Beamte Fahrzeugkontrollen mit mindestens einer Körperkamera aufzeichnen müssen.
