SpOn 13.07.2026
19:51 Uhr

USA sanktionieren Kubas Tourismusministerium


Tourismus spült Geld in Kubas Kassen, nun wollen die USA das Land auch in dem Bereich mit Sanktionen treffen. Außerdem im Fokus: freiwillige Helfer der Streitkräfte.

USA sanktionieren Kubas Tourismusministerium

Die US-Regierung setzt Kuba seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump zusehends unter Druck. Außenminister Marco Rubio hegt eine tiefe Ablehnung gegen das politische System . Nun weiten die USA ihre Sanktionen weiter aus: Neu gelistet wurden laut US-Finanzministerium unter anderem:

  • das Tourismusministerium,

  • eine staatliche Außenhandelsgesellschaft,

  • eine Hafen- und Schifffahrts-Holding

  • sowie mehrere weitere staatliche Einrichtungen und Organisationen.

Der Tourismus zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen für Kuba, er bringt dem Land Devisen. Mit der Aufnahme in die Sanktionsliste dürfen US-Bürgerinnen und Bürger sowie US-Unternehmen grundsätzlich keine Geschäfte mehr mit den betroffenen Organisationen tätigen. Vermögenswerte in den USA werden eingefroren.

Neben Wirtschaftsakteuren setzte Washington auch zwei regierungsnahe Organisationen auf die Sanktionsliste. Die Rapid Response Brigades sind regierungsnahe Gruppen, die nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wiederholt gegen regierungskritische Demonstranten eingesetzt wurden. Die Milicias de Tropas Territoriales sind freiwillige Territorialmilizen zur Unterstützung der kubanischen Streitkräfte.

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Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba sind seit der Revolution von 1959 belastet. Vor mehr als 60 Jahren verhängte Washington ein Handelsembargo gegen die sozialistische Insel, das bis heute gilt. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump hat seine Regierung den Druck auf Havanna mit weiteren Sanktionen erhöht. Trump hat zudem immer wieder eine mögliche »Übernahme« des wirtschaftlich schwer angeschlagenen Karibikstaats ins Spiel gebracht.

Erst am Samstag, dem fünften Jahrestag der regierungskritischen Massenproteste vom 11. Juli 2021, forderte US-Außenminister Marco Rubio Havanna erneut zu politischen und wirtschaftlichen Reformen auf.

Auf der Insel Cayo Largo plante Kuba den Tourismus von morgen. Doch seit dem US-Embargo sind die Hotels geschlossen und die Airlines weg. Das Schicksal der Angestellten steht exemplarisch für ein Land vor dem Kollaps. Mehr dazu lesen Sie hier. 

ptz/dpa