SpOn 24.09.2026
04:56 Uhr

USS »Abraham Lincoln«: Pentagon räumt Suizidversuche von Crewmitgliedern ein


Monatelang hatten Donald Trump und das Pentagon die katastrophalen Zustände an Bord der USS »Abraham Lincoln« kleingeredet. Nun räumen die US-Streitkräfte ein: Mehrere Crewmitglieder haben versucht, sich das Leben zu nehmen.

USS »Abraham Lincoln«: Pentagon räumt Suizidversuche von Crewmitgliedern ein

Lange hatten die US-Streitkräfte die massiven Probleme rund um die USS »Abraham Lincoln« kleingeredet. Vor allem kursierende Meldungen über angebliche Suizidversuche wurden immer wieder zurückgewiesen (mehr dazu hier). Nun allerdings räumt die Marine ein: Solche Vorfälle hat es während des Dauereinsatzes des Flugzeugträgers durchaus gegeben.

Der amtierende US-Marine-Staatssekretär Hung Cao erklärte, dass acht Crewmitglieder des Verbandes um die USS »Abraham Lincoln« versucht hätten, sich das Leben zu nehmen. Er reagierte damit auf eine Anfrage der demokratischen Senatorin Kirsten Gillibrand, wie unter anderem die BBC berichtet . Zugleich erklärte Cao, dass sich fünf Geistliche und mehrere Ärzte um das mentale Wohl der Crew gekümmert hätten. Cao räumte ein, dass es »lokale Ausfälle bei den Abflüssen« und Probleme mit der Entsalzungsanlage gegeben habe.

Der rund 280 Tage währende Einsatz des Verbandes hatte international für Aufsehen gesorgt. Die USS »Abraham Lincoln« war im November 2025 vom kalifornischen San Diego ausgelaufen, um im Südchinesischen Meer Dienst zu leisten. Das Schiff wurde jedoch noch vor den Ende Februar begonnenen US-israelischen Angriffen auf Iran in die Krisenregion umgeleitet.

Berichte über prekäre Bedingungen und eine große psychische Belastung für die Besatzung bis zu Suizidversuchen hatten für heftige Kritik in den USA gesorgt. US-Präsident Donald Trump spielte die Berichte herunter und sagte, der Einsatz sei »bei Weitem nicht lang genug« gewesen. Verteidigungsminister Pete Hegseth tat die Meldungen seinerseits als »weitere Fake News« ab.

Erster Landgang seit Monaten in Thailand

Wegen der Zustände an Bord der »Lincoln« schlugen auch US-Politiker Alarm. »Es gibt verschimmelte Duschen, kaputte Toiletten«, beschrieb Mike Levin, ein demokratischer Kongressabgeordneter, die Situation im August auf X  . Es gebe »lange Phasen ohne warmes Wasser und eine Mahlzeit, die sich auf eine halbe Tasse Reis und zwei Tortillas beschränkt«, so Levin.

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Nach der langen Zeit auf See erreichte das gewaltige Schiff Anfang September Thailand und legte in der Nähe der Touristenstadt Pattaya im Süden des Landes an (mehr hier).

Der Flugzeugträger wurde durch die USS »George Washington« ersetzt. Laut dem Sender CNN  war der Austausch der Schiffe bereits vor den Beschwerden über die Zustände geplant gewesen. Auch US-Präsident Trump hatte angekündigt, dass das Schiff in Kürze verlegt und durch ein anderes »sehr ähnliches Schiff« ersetzt werde.

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jok