SpOn 08.08.2026
11:03 Uhr

Uganda: Parlament billigt Truppenentsendung in den Gazastreifen


Donald Trump will den Gazakrieg mit seinem Friedensrat beenden. Nun hat das Gremium offenbar den ersten Bauauftrag erteilt – für eine Militärbasis im völlig zerstörten Rafah. Dort soll ein Expeditionskorps aus Afrika stationiert werden.

Uganda: Parlament billigt Truppenentsendung in den Gazastreifen

Das ugandische Parlament hat die Entsendung von Soldaten in den Gazastreifen als Teil der Internationalen Stabilisierungstruppe (ISF) gebilligt. In einer Sitzung stimmten die Abgeordneten diese Woche einem Antrag der Regierung zu, wonach ein Kontingent der Uganda People’s Defence Force (UPDF) entsendet werden soll.

Die Internationale Stabilisierungstruppe soll künftig für Sicherheit im Gazastreifen sorgen und ist Teil der Bemühungen unter Federführung von US-Präsident Donald Trump, den Gazakrieg beizulegen. Bislang haben sich auch Marokko, Indonesien und Albanien bereit erklärt, sich zu beteiligen.

Wann der Einsatz der Truppe beginnen soll, ist derzeit noch offen. Das israelische Sicherheitskabinett erteilte Ende Juli eine Genehmigung, damit ein Teil der ISF sowie auch Vertreter der palästinensischen Übergangsverwaltung demnächst in einem begrenzten Bereich in Rafah im Süden des Gazastreifens ihre Arbeit aufnehmen können.

Der sogenannte Friedensrat, dem Donald Trump vorsitzt, hat derweil seinen ersten Auftrag für den Wiederaufbau in Gaza veröffentlicht. Es geht demnach um eine Militärbasis. Das berichtet der britische »Guardian« exklusiv . Eine Firma aus dem US-Bundesstaat Louisiana soll einen Außenposten für ein 150 Mann starkes Expeditionskorps aus Marokko errichten. Das Unternehmen hat bereits im Irak für die US-Regierung gearbeitet.

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Die israelische Armee hat ihre Kontrolle über das Palästinensergebiet in den vergangenen Monaten von 53 Prozent auf über 60 Prozent ausgeweitet.

Obwohl seit Oktober 2025 formell eine Waffenruhe im Gazakrieg herrscht, kommt es zu tödlichen Konfrontationen und Angriffen. Israels Armee hat zuletzt immer wieder mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) getötet – ebenso Zivilisten, darunter auch Kinder.

Die Hamas gibt die Waffen ab, Israels Armee zieht sich zurück, dann beginnt der Wiederaufbau – so weit der Plan des US-Präsidenten. Für Israels Premier Benjamin Netanyahu kommt die jüngste Initiative zur Unzeit. Warum Trump schon wieder einen Durchbruch verkündet hat, die Kriegsparteien sich aber weiter uneins sind, das lesen Sie hier .

dop/dpa