Diese dramatischen Szenen sind Folge eines russischen Drohnenangriffs auf die ukrainische Hauptstadt. Zwei Männer halten sich mit letzter Kraft an einer Hausfassade fest. Aus dem Gebäude strömt dichter Rauch. Etwa 20 Minuten später dann die Rettung: Die Feuerwehr kann die beiden mit Leitern in Sicherheit bringen.
In dem Gebäude ist die ukrainische Akademie der Wissenschaften untergebracht. Bei diesem russischen Angriff wurden mindestens zwei Menschen getötet. In der ganzen Stadt wurden bei weiteren Drohnenschlägen mindestens 24 Menschen verletzt, darunter mehrere Kinder.
»Ich verstehe diesen sinnlosen Krieg nicht. Ich verstehe nichts von dem, was vor sich geht. Ich weiß nicht, wie man dieses Problem löst. Aber was hier passiert, ist nicht richtig. Es sind die einfachen Menschen, die darunter leiden – die einfachen Menschen, mein Gott.«
»Es macht Angst. Es macht Angst, zur Arbeit zu gehen und zu Hause macht es auch Angst. Ich wohne im Stadtteil Kureniwka. Gestern flogen dort Drohnen herum und schwirrten über uns hinweg. Man sitzt den ganzen Abend da und kann sich nirgendwo verstecken.«
Die ukrainische Luftwaffe warnte in der vergangenen Nacht zudem vor ballistischen Raketen aus Russland. Der ukrainische Verteidigungsminister Chmara sagte aufgrund der erneuten russischen Angriffe einen für Dienstag geplanten Besuch bei seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius ab.