SpOn 18.09.2026
01:18 Uhr

Uno-Generalversammlung: Iran-Delegation in New York darf nicht frei shoppen


Einreise ja, Luxuseinkäufe nein: Die iranischen Vertreter beim Uno-Treffen unterliegen strengen Auflagen. Diese betreffen etwa Schuhe, Kosmetik und Parfüm. Auch beim Shopping im Großhandel könnte es hakelig werden.

Uno-Generalversammlung: Iran-Delegation in New York darf nicht frei shoppen

Der Irankrieg dürfte eines der zentralen Themen bei der Uno-Generalversammlung in der kommenden Woche werden. Auch Vertreter Irans werden dabei sein, wie das US-Außenministeriums erklärte. Eine »Kerndelegation des iranischen Regimes« werde an der »hochrangigen Woche der Uno-Generalversammlung« in New York teilnehmen können, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit.

Allerdings werde die Delegation Reisebeschränkungen unterliegen. Zudem sei ihr nach den geltenden US-Vorgaben der Kauf von Luxusgütern und anderen Waren untersagt.

Seit 2025 dürfen die iranische Uno-Mission und ihre Mitglieder sowie iranische Regierungsvertreter, die für Uno-Zwecke in die USA reisen, bestimmte Luxusgüter nur mit Genehmigung des US-Außenministeriums kaufen. Dazu zählen etwa Lederwaren, Uhren, Schmuck, Schuhe, Kosmetik, Parfüm oder Elektronik im Wert von mehr als 1000 Dollar pro Gegenstand. Eine vorherige Genehmigung ist auch für Mitgliedschaften und Einkäufe bei Großhandelsketten wie Costco, Sam’s Club oder BJ’s erforderlich.

Die Delegation falle außerdem kleiner aus als im vergangenen Jahr, hieß es. Weitere Angaben dazu, wie groß die iranische Delegation sein wird oder welche konkreten Reisebeschränkungen gelten, machte das Außenministerium in der Mitteilung nicht.

Palästinenserpräsident Abbas darf nicht dabei sein

Die USA sind laut Uno-Angaben als Gastgeberland der Vereinten Nationen grundsätzlich dazu verpflichtet, Delegationen den Zugang zu ermöglichen. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas aber etwa hat die US-Regierung Berichten zufolge in diesem Jahr erneut eine Einreisegenehmigung verweigert.

Der palästinensischen Delegation unter Leitung von Abbas werde »ihr rechtmäßiger Anspruch verweigert, an der Arbeit der Vereinten Nationen und an der hochrangigen Woche der Uno-Generalversammlung teilzunehmen«, sagte der palästinensische Vertreter bei den Vereinten Nationen, Riyad Mansour, in New York. Jetzt drängen die Palästinenser darauf, Abbas virtuell an dem Treffen teilnehmen zu lassen, wie israelische Medien am Donnerstag berichteten.

Mehr zum Thema

In New York beginnt am kommenden Dienstag die Uno-Generaldebatte, zu der Vertreter aus rund 140 Staaten erwartet werden. Neben US-Präsident Donald Trump werden auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron oder etwa der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa in New York erwartet.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar gemeinsam den Krieg gegen Iran begonnen, der mit Gegenangriffen in der Region reagierte. Der Konflikt dauert nun schon fast sieben Monate an.

Der Krieg zwischen den USA und Iran könnte weit ins kommende Jahr andauern, sagt die Nahostexpertin Sanam Vakil. Sie warnt vor heftigen Kämpfen rund um die US-Zwischenwahlen. Mehr dazu hier im Interview .

jok/dpa