SpOn 21.09.2026
20:20 Uhr

Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: CDU-Chef Peters geht, Amthor rückt nach


Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern zieht Konsequenzen nach der Wahlniederlage: Landesvorsitzender Daniel Peters tritt zurück. Philipp Amthor übernimmt den Posten nun übergangsweise und beschwört die Partei: »Die CDU ist nie tot.«

Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: CDU-Chef Peters geht, Amthor rückt nach

Daniel Peters, Landesvorsitzender der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, hat auf einer Sitzung des CDU-Landesvorstands in Schwerin seinen Rücktritt erklärt. Unter Peters’ Führung als Spitzenkandidat war die Partei bei der Landtagswahl am Sonntag auf gerade einmal 4,9 Prozent der Stimmen gekommen – und wird dem nächsten Landtag nicht mehr angehören.

Nachfolger soll übergangsweise Philipp Amthor werden, bis zu einem Landesparteitag Anfang kommenden Jahres. Amthor war bisher stellvertretender Landesvorsitzender und ist zudem Staatsminister im Kanzleramt für die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern.

Peters: »Wünsche Mecklenburg-Vorpommern alles, alles Gute«

In seinem Statement sagte Peters, nach dieser »krachenden Wahlniederlage« und dem »desaströsen Ergebnis« gehöre es für ihn zur »verantwortungsvollen Politik« dazu, »persönliche Konsequenzen« zu ziehen. Er sei sicher, die CDU werde auch in Zukunft eine »tragende Rolle« spielen. »Ich wünsche dem Land Mecklenburg-Vorpommern alles, alles Gute.«

Peters hatte den Landes- und Fraktionsvorsitz erst 2024 übernommen. Er war Nachfolger des Landtagsabgeordneten Franz-Robert Liskow, der Anfang 2024 überraschend seinen Rücktritt angekündigt hatte.

Auch die CDU-Generalsekretärin Katy Hoffmeister erklärte im Landesvorstand ihren Rücktritt. Zuvor hatte sich bereits als eine von vier CDU-Vizevorsitzenden Ann Christin von Allwörden zurückgezogen.

Amthor: »Die CDU ist nie tot«

Auch Amthor sprach von einer Niederlage, die schmerze und von der »schwersten historischen Stunde für die CDU Mecklenburg-Vorpommern«. Es sei aber nicht die Niederlage von Daniel Peters. Er hätte sich gewünscht, dass Hoffmeister und Peters nicht zurücktreten, so Amthor.

Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern »brauche jetzt die Zeit, dieses Ergebnis zu verarbeiten, es einmal sacken zu lassen«. Es wäre nicht angemessen, sofort eine Analyse zu präsentieren. Man werde das in einem »geordneten Verfahren tun«.

Auf eine entsprechende Frage eines Journalisten sagte Amthor: »Die CDU ist nie tot. Die CDU wird gebraucht.« Man werde aus dieser Niederlage lernen.

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atr/jpz/dpa/AFP