Die Hitzewelle in Deutschland erreicht am Dienstag ihren Höhepunkt: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet Temperaturen zwischen 29 und 34 Grad im Südwesten. Am heißesten soll es am Oberrhein werden. Kühler bleibt es an den Küsten und im Nordosten, dort werden voraussichtlich 21 bis 29 Grad erreicht.
Ein Temperaturrekord für Mai ist jedoch laut DWD nicht zu erwarten. Der bisherige Monatsspitzenwert von 36,6 Grad wurde demnach 1922 in Hamburg gemessen. Er sei aktuell »nicht in Gefahr«, betonte der Wetterdienst in Offenbach. In den kommenden Tagen soll es weiter warm bleiben, die Temperaturen sinken aber. In Süddeutschland rechnet der DWD mit Temperaturen von 27 bis 33 Grad. Im Norden bleibt es am Mittwoch und Donnerstag warm mit Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad.
Französische Regierung ruft zu Vorsicht auf
In weiten Teilen Westeuropas herrscht derzeit eine frühsommerliche Hitzewelle. In Frankreich gebe es bereits sieben Todesfälle, die »direkt oder indirekt mit der Hitze zusammenhängen«, darunter »mindestens fünf Fälle von Ertrinken«, sagte Regierungssprecherin Maud Bregeon im Fernsehsender TF1. Auch in Deutschland waren am Wochenende mehrere Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. In Frankreich seien zwei weitere Menschen seien bei Sportereignissen in Paris und im Großraum Lyon ums Leben gekommen.
Die Regierung rief die Menschen zur Vorsicht auf. Laut dem Wetterdienst Météo France werden am heutigen Dienstag Höchsttemperaturen von 33 bis 36 Grad erwartet. Die Hitzewelle im Norden und Westen des Landes soll noch bis mindestens zum Ende der Woche anhalten. Am Montag wurden nach Angaben des Wetterdienstes für einen Tag im Mai die höchsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erfasst.
Temperaturrekord in Großbritannien
Historisch ist die Hitzewelle auch in Großbritannien: Am Dienstagnachmittag wurden in London und am Londoner Flughafen Heathrow 35 Grad Celsius gemessen – nach dem Rekord am Montag eine erneute Höchstmarke für den Mai seit Beginn der Aufzeichnungen. Der vorherige Rekord für den Mai – 32,8 Grad Celsius – war in den Jahren 1922 und 1944 gemessen worden. Bereits in der Nacht zu Dienstag war es so warm wie noch nie zu diesem Zeitpunkt im Jahr. Im Londoner Vorort Kenley fiel die Temperatur nicht unter 21,3 Grad Celsius.
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Die Hitzewelle erklärt der Deutsche Wetterdienst so: Die hohen Temperaturen seien die Folge einer sogenannten blockierenden Wetterlage. Mehr über den Zusammenhang zwischen den Jetstream-Winden und dem Wetter lesen Sie hier. Zurzeit bilde sich laut DWD eine Heißluftglocke über Europa, Deutschland liegt jedoch nur an deren Rand. Der sogenannte Hitzedom entsteht aus der Kombination von ungehinderter Sonneneinstrahlung und einem Luftstrom aus Nordafrika in das Hochdruckgebiet.
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