SpOn 12.10.2026
12:00 Uhr

Wirtschafsnobelpreis geht an US-Ökonomen Robert E. Hall und Michael Woodford


Das schwedische Nobelpreiskomitee hat entschieden: Die US-Wissenschaftler Robert E. Hall und Michael Woodford bekommen den diesjährigen Nobelpreis für Wirtschaft verliehen.

Wirtschafsnobelpreis geht an US-Ökonomen Robert E. Hall und Michael Woodford

Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht an die beiden US-Forscher Robert ​Hall und Michael Woodford. Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften ‌zeichnet damit die Leistung der Wissenschaftler für die Entwicklung neuer makroökonomischer Modelle aus, die eine effektivere Stabilisierungspolitik ermöglichen. Auf der Grundlage dieser Modelle könnten gut abgestimmte fiskal- ​und geldpolitische Maßnahmen die Ausschläge eines Konjunkturverlaufs verringern. »Die Preisträger haben uns dabei geholfen, die Höhen und Tiefen der Wirtschaft auszugleichen«, erklärte die Akademie.

John Hassler, der Vorsitzende des Komitees für den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, sagte in einer Pressemitteilung: »Die Arbeit der Preisträger hat uns eine stabile theoretische Grundlage für die Modelle geliefert, die heute von Zentralbanken und Regierungen auf der ganzen Welt genutzt werden.«

Hall ist an der Stanford University in Kalifornien tätig, Woodford an der Columbia University in New York. Woodford sprach telefonisch aus New York mit dem Komitee und sagte: »Es ist eine enorme Ehre, es ist eine Überraschung.«

Mehr zum Thema

Im vergangenen Jahr ⁠wurden ⁠drei Forscher, die in den USA und in Europa tätig sind, für ihre Arbeiten über innovationsgetriebenes Wirtschaftswachstum ‌und »schöpferische Zerstörung« ausgezeichnet. Der Preis ​ging 2025 ‌zur Hälfte an den gebürtigen Niederländer Joel Mokyr, der in den USA forscht, und zur anderen Hälfte an Philippe Aghion, der ‌in Frankreich und London arbeitet, sowie an den in den USA tätigen Kanadier Peter Howitt.

Der Preis für Wirtschaftswissenschaften wird traditionell am Montag nach den anderen Nobelpreisen bekannt gegeben. Er geht als einziger der Preise nicht auf das Testament des schwedischen Industriellen und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel zurück. Der Wirtschaftspreis wurde 1968 nachträglich gestiftet und 1969 erstmals vergeben. Deshalb nennt die Nobel-Stiftung ihn nicht offiziell Nobelpreis, sondern Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel. Anders als die anderen Nobelpreise wird der Preis von der ​schwedischen Notenbank gestiftet. Sie trägt mit dem Preis der wachsenden Bedeutung wirtschaftlicher Fragen ​Rechnung. Wie die anderen Auszeichnungen wird er am 10. Dezember, dem Todestag Nobels, verliehen – und zwar in der schwedischen Hauptstadt Stockholm.

Noch mehr Wirtschaft für SPIEGEL-Abonnenten

Als Abonnentin oder Abonnent von SPIEGEL+ haben Sie die Möglichkeit, manager+ zum Vorteilspreis dazuzubuchen. Darin enthalten sind alle Inhalte von manager magazin+ und Harvard Business manager+. Damit ist es das ideale Abo für alle, die tiefe Einblicke in die deutsche Wirtschaft, die Chefetagen großer Unternehmen und in die spannendsten Start-ups suchen. Jetzt flexibel upgraden: Sichern Sie sich manager+ für nur 2 Euro pro Woche!

mik/AP/dpa