Welt 13.10.2026
12:21 Uhr

Flughafen Nürnberg gesperrt – Maschine landet unter Begleitung von Eurofightern


Wegen einer „unbestätigten Luftnotlage“ ist der Flughafen Nürnberg gesperrt worden. Kurz darauf landete eine Maschine – allerdings unter Begleitung von Kampfjets.

Flughafen Nürnberg gesperrt – Maschine landet unter Begleitung von Eurofightern

Die Polizei hat den Flughafen in Nürnberg abgesperrt. „Wir gehen von einer mutmaßlichen Luftnotlage aus. Diese ist aber noch unbestätigt“, sagte ein Polizeisprecher. Wie viele Einsatzkräfte den Flughafen abriegelten, konnte er zunächst nicht sagen. Zu dem Polizeieinsatz kam es kurz vor der Landung eines Flugs von der griechischen Insel Korfu. Ein Flughafensprecher sagte, der Flieger sei sicher gelandet. Nach dpa-Informationen hatte es zuvor einen Notfallcode gegeben. Eurofighter waren laut Flughafensprecher im Einsatz, um die Maschine zu begleiten. Sie hätten inzwischen aber wieder abgedreht. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung hatten die Kampfjets des taktischen Luftwaffengeschwaders 74 im bayerischen Neuburg an der Donau das Flugzeug im deutschen Luftraum begleitet. Dort stehen rund um die Uhr täglich zwei Eurofighter als sogenannte Alarmrotte bereit. Erst vor wenigen Tagen hatte die Deutsche Luftwaffe am Flughafen Nürnberg die Übung „Dispersed Operation“ durchgeführt. Dabei wurde laut Flughafen-Webseite „erprobt, wie militärische Flugzeuge und Einsatzkräfte zeitweise von einem zivilen Flughafen aus operieren können.“ In den frühen Morgenstunden kam es bereits zu Störungen am Flughafen Nürnberg aufgrund einer möglichen Drohnensichtung. Drei Piloten meldeten unabhängig voneinander beim Start- oder Landevorgang ein Objekt, bei dem es sich möglicherweise um eine Drohne gehandelt haben könnte, wie die Polizei mitteilte. Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen leitete in Abstimmung mit dem Albrecht-Dürer-Airport und der Deutschen Flugsicherung umgehend Such- und Detektionsmaßnahmen ein. Dabei kam unter anderem ein Polizeihubschrauber zum Einsatz; allerdings konnte eine Drohne nicht gefunden werden. Während des Einsatzes kam es zeitweise zu Beeinträchtigungen des Flugbetriebs. Nach Angaben eines Flughafensprechers waren insgesamt sechs Flüge verspätet – zwei Ankünfte und vier Abflüge. Zudem mussten zwei ankommende Maschinen vorsorglich nach Köln und Prag ausweichen, konnten ihren Flug nach Nürnberg danach jedoch fortsetzen. In den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen. So wurden zeitweise die Flughäfen in Leipzig, Düsseldorf und Berlin gesperrt. Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert