Welt 17.08.2026
22:18 Uhr

Infantino-Kritiker verliert seinen Posten bei der Fifa


Sportfunktionär Kevin Lamour warf Fifa-Präsident Gianni Infantino vor, Mitarbeiter hintergangen zu haben. Nun endet seine Tätigkeit als Betriebsdirektor.

Infantino-Kritiker verliert seinen Posten bei der Fifa

Nach der Kritik an den Investorenplänen von FIFA-Präsident Gianni Infantino haben sich Betriebsdirektor Kevin Lamour und der Weltfußballverband getrennt. Die Zusammenarbeit sei am 17. August beendet worden, bestätigte ein Fifa-Sprecher dem Sportportal „ The Athletic (verlinkt auf https://www.nytimes.com/athletic/7519542/2026/08/17/kevin-lamour-fifa-exit/) “. Der Verband dankte Lamour für seine zweijährige Tätigkeit und kündigte an, sich nicht weiter zu dem Vorgang zu äußern. Der Verband dankte Lamour für seine zweijährige Tätigkeit. Zu den Gründen für das Ende der Zusammenarbeit nannte der FIFA-Sprecher keine Details. Lamour war seit November 2024 als Betriebsdirektor der FIFA und zuvor seit 2007 bei der Europäischen Fußball-Union UEFA tätig. Lamour äußerte Kritik an Infantinos Plänen Lamour hatte Ende Juli nach Bekanntwerden der Investorenpläne der Fifa (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/article6a68c5cfc435b807339bd961/fussball-wm-milliarden-fuer-anteile-infantino-plant-investoren-einstieg-uefa-entsetzt.html) schwere Vorwürfe gegen Infantino erhoben. Infantino habe die Mitarbeiter hintergangen. Sie hätten Besseres verdient als Missachtung und Einschüchterung, hatte es in einem Schreiben Lamours, das der US-Nachrichtenagentur Associated Press vorlag, geheißen. Die Pläne sahen vor, dass der Weltfußballverband Anteile an der Weltmeisterschaft privaten Investoren zugänglich macht. Nach Kritik und Boykott-Drohungen von mehreren kontinentalen Verbänden wie der Uefa nahm die Fifa Abstand von den milliardenschweren Investorenplänen. Lamour nahm Jobverlust in Kauf Lamour forderte sogar indirekt Konsequenzen. „Nicht nur darf dieses Projekt nicht weitergehen. Aber die Zeit ist nun gekommen, dass sich die politischen Entscheidungsträger im Fußball die richtigen Fragen stellen und die richtigen Entscheidungen treffen“, hatte er erklärt. Der französisch-schweizerische Staatsangehörige sagte außerdem, er sei bereit, wegen seiner öffentlichen Äußerungen seinen Job zu verlieren. „Wenn das bedeutet, dass ich meinen Job verliere, dann sei es so“, hieß es weiter in seiner Erklärung.