Welt 02.05.2026
12:32 Uhr

Krankmeldungen gehen zurück – mit Ausnahme bei diesen Diagnosen


Weniger Erkältungen, aber mehr psychische Belastung: Der Krankenstand in Deutschland sinkt leicht – doch ein Trend bereitet Experten zunehmend Sorgen.

Krankmeldungen gehen zurück – mit Ausnahme bei diesen Diagnosen

Der Krankenstand von Arbeitnehmern (verlinkt auf https://www.welt.de/wirtschaft/article69ef48bb9f919872ba012fe0/tesla-streicht-kranken-mitarbeitern-die-lohnfortzahlung-krankenstand-deutlich-gesunken.html) ist im ersten Quartal 2026 leicht zurückgegangen. Das geht laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) aus Zahlen der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Demnach waren TK-Versicherte von Januar bis März dieses Jahres durchschnittlich fünf Tage krankgeschrieben, im gleichen Zeitraum des Vorjahres seien es 5,35 Tage gewesen. Die Erkältungssaison sei trotz der Kältewelle zum Jahresbeginn diesmal offenbar milder verlaufen, sagte TK-Chef Jens Baas dem RND. Hauptgrund für die Krankmeldungen waren dem Bericht zufolge nach wie vor Erkältungsdiagnosen wie Grippe, Schnupfen oder Corona-Erkrankungen. Im ersten Quartal 2026 sei jede TK-versicherte Erwerbsperson im Schnitt 1,32 Tage mit einer Erkältungsdiagnose krankgeschrieben gewesen, 2025 seien dies 1,79 Tage gewesen. Eine erneute Zunahme gab es hingegen laut den TK-Daten erneut bei psychischen Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen oder Angststörungen. Hier seien durchschnittlich 0,99 Fehltage je versicherte Erwerbsperson verzeichnet worden, nach jeweils durchschnittlich 0,92 Tagen 2025 und 2024. An dritter Stelle lagen demnach Krankheiten des Muskelskelett-Systems wie zum Beispiel Rückenschmerzen.