Im „Sonntagstrend“ des Meinungsforschungsinstituts Insa haben AfD und Union Boden verloren, Linke und BSW dagegen zugelegt. Wie die „Bild am Sonntag“ am Samstag berichtete, büßt die AfD einen Prozentpunkt auf 29 Prozent ein, bleibt damit aber mit großem Abstand an der Spitze. Auf Platz zwei folgten CDU/CSU mit 18 Prozent, gleichfalls ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. An dritter Stelle folgen die Grünen mit unverändert 14 Prozent vor der SPD mit gleichfalls weiter 13 Prozent. Die Linke, die aktuell wegen der Sondierungen in Berlin und wegen ihres Umgangs mit dem Thema Antisemitismus im Fokus der politischen Debatte steht, legt in der Umfrage einen Prozentpunkt zu und kommt auf 11 Prozent. Das BSW erreicht ebenfalls einen Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche (vier Prozent), würde aber weiter den Einzug in den Bundestag verfehlen. Auch die FDP kommt in der Erhebung auf unverändert vier Prozent. Die Umfragewerte im Überblick: • AfD: 29 Prozent (-1) • CDU/CSU: 18 Prozent (-1) • Grüne: 14 Prozent (±0) • SPD: 13 Prozent (±0) • Linke: 11 Prozent (+1) • BSW: 4 Prozent (+1) • FDP: 4 Prozent (±0) Insa-Chef Hermann Binkert betonte, damit seien die „beiden früheren Volksparteien Union und SPD“ inzwischen weit von einer Mehrheit entfernt. Sie hätten seit der Bundestagswahl 2025 „fast ein Drittel an Wählerstimmen verloren“. Inzwischen käme Schwarz-Rot nach der Erhebung nur noch auf 31 Prozent. Da die Union eine Zusammenarbeit mit AfD und Linkspartei ausschließt, wäre laut Binkert eine Kenia-Koalition mit CDU/CSU, SPD und Grünen die wahrscheinlichste Koalitionsoption. Diese käme auf 45 Prozent der Stimmen, was wegen Parteien, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, für eine Mehrheit reichen würde. INSA-Umfrage: Schwarz-Grün in NRW ohne Mehrheit Auch in Nordrhein-Westfalen verliert die CDU laut einer weiteren INSA-Umfrage deutlich an Zustimmung. Gut ein halbes Jahr vor der Landtagswahl kommt sie in einer Erhebung für die „ Bild (verlinkt auf https://www.bild.de/politik/inland/neue-insa-zahlen-brisanter-umfrage-hammer-fuer-wuest-und-die-cdu-6ad1ccbc51e5094f7a56e39a) “ auf 26 Prozent – acht Prozentpunkte weniger als vor einem halben Jahr. Die AfD legt dagegen um vier Punkte auf 21 Prozent zu. Die Grünen erreichen 16 Prozent, die SPD 18 Prozent. Zusammen kämen CDU und Grüne damit nur noch auf 42 Prozent. Für eine Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition unter Ministerpräsident Hendrik Wüst würde es nach diesen Zahlen nicht reichen. Eine rechnerische Mehrheit hätte dagegen ein Bündnis aus CDU, SPD und Grünen mit zusammen 60 Prozent. Binkert machte auch Bundeskanzler Friedrich Merz für das schwächere Abschneiden der NRW-CDU verantwortlich. Der „unbeliebte Kanzler Friedrich Merz zieht auch Hendrik Wüst nach unten“, sagte er der „Bild“. Insa befragte vom 12. bis zum 16. Oktober 1206 Wahlberechtigte. Die maximale Fehlerquote liegt bei plus/minus 2,9 Prozentpunkten.