Nach dem Ausscheiden der CDU aus dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a86dcf9260b7d1d2f7954fc/wahl-mecklenburg-vorpommern-alle-wahlergebnisse-daten-und-grafiken-aus-mv.html) ist Spitzenkandidat Daniel Peters als Landesvorsitzender zurückgetreten. Das kündigte der 45-Jährige nach einem Treffen des Landesvorstands in Schwerin an. CDU-Generalsekretärin Katy Hoffmeister trat ebenfalls zurück. Lesen Sie alle aktuellen Entwicklungen zu den Wahlen in unserem Liveticker. (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article6aafd698b1857e86757a8482/wahlen-in-berlin-und-mv-rhein-wirft-merz-intern-empathielose-sprache-der-neunzigerjahre-vor-liveticker.html) Der Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bundeskanzleramt, Philipp Amthor, soll das Amt kommissarisch übernehmen, wie Peters sagte. Ein Landesparteitag sei Anfang kommenden Jahres geplant. Für ihn gehöre es zu einer verantwortungsvollen Politik, persönliche Konsequenzen zu ziehen, betonte Peters. „Ich bin mir sicher, dass die CDU Mecklenburg-Vorpommern auch in Zukunft, auch wenn wir jetzt nicht dem Landtag angehören werden, eine tragende Rolle spielen wird“, sagte Peters. Er hätte sich gewünscht, dass Peters und Hoffmeister nicht zurücktreten, sondern weiter in Verantwortung geblieben wären, sagte Amthor. Die Niederlage schmerze sehr, weil das Land Mecklenburg-Vorpommern seit der Aufbauphase nach der Wende von der CDU geprägt worden sei. „Wir wissen aber auch, dass das eben nicht die Niederlage von Daniel Peters ist.“ So geht es jetzt in der CDU weiter Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern brauche nun etwas Zeit, „dieses Ergebnis zu verarbeiten, es einmal sacken zu lassen“, sagte Amthor. „Es wäre der Situation und des Ausmaßes der historischen Niederlage jetzt nicht angemessen, hier sofort eine Analyse zu präsentieren oder gar schon Rückschlüsse für eine zukünftige Aufstellung zu ziehen.“ Die Neuaufstellung solle nun in Ruhe in einem geordneten Verfahren unter Einbeziehung der Kreisverbände besprochen werden. „Wir streben einen Landesparteitag an, jetzt nicht unmittelbar in den nächsten Wochen, sondern eher in Richtung Anfang des nächsten Jahres“, sagte Amthor. „Bis dahin ist die Landespartei voll handlungsfähig.“ Ob er auch über die Interimslösung hinaus zur Verfügung stehe, wollte der 33-Jährige nicht sagen. „Das steht jetzt nicht zur Diskussion.“ Es war der erste öffentliche Auftritt von Peters nach der Auszählung der Stimmen, die der CDU im Nordosten nur noch 4,9 Prozent eingebracht hatten. Die CDU verpasste damit erstmals den Einzug in ein Landesparlament in der Bundesrepublik. Peters hatte den Landes- und Fraktionsvorsitz erst 2024 übernommen. Er war Nachfolger des Landtagsabgeordneten Franz-Robert Liskow, der Anfang 2024 überraschend seinen Rücktritt angekündigt hatte. Vor Peters hatte bereits die stellvertretende Landesvorsitzende Ann Christin von Allwörden ihren Rücktritt erklärt. Zwar lasse auch sie das Wahlergebnis sprachlos zurück, schrieb von Allwörden bei Instagram. Für sie gehöre es aber dazu, Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehöre auch „die Ehrlichkeit, daraus persönliche Konsequenzen zu ziehen“, so die 47-Jährige.