Welt 06.10.2026
08:11 Uhr

Mekka-Allianz verlegt nach Angriff auf Prophetenmoschee Truppen


Huthi-Rebellen haben eine Stromverteilerstation im saudiarabischen Medina angegriffen. Die Station versorgt auch eine wichtige Moschee. Nun ziehen Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei Konsequenzen.

Mekka-Allianz verlegt nach Angriff auf Prophetenmoschee Truppen

Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei ⁠haben die rasche Verlegung gemeinsamer Truppen nach Saudi-Arabien beschlossen. Dies teilten die drei Länder am Montag ⁠in einer vom pakistanischen Außenministerium veröffentlichten gemeinsamen Erklärung ‌mit. Die Entscheidung ​sei bei einem Dringlichkeitstreffen ‌der sogenannten Mekka-Verteidigungsallianz in Riad getroffen ​worden. Die Umsetzung erfolge im Rahmen der nationalen Gesetze der ​drei Staaten. Der saudiarabische Verteidigungsminister erklärte auf der Kurznachrichtenplattform X, das Treffen habe die ​Solidarität und Einheit der Länder im Angesicht der abscheulichen ‌Angriffe auf das Königreich und die heiligen Stätten bekräftigt. Auslöser für das Treffen war ein Vorfall in der vergangenen Woche. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass ⁠die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz eine Stromverteilerstation in der saudiarabischen Stadt ‌Medina angegriffen hätten. Diese Anlage versorgt die Prophetenmoschee, eine der heiligsten ‌Stätten des Islam, mit Elektrizität. Pakistan, Saudi-Arabien ‌und die Türkei hatten ⁠im ⁠August das gemeinsame Mekka-Verteidigungsabkommen unterzeichnet. Darin ist festgelegt, ‌dass ein bewaffneter Angriff ​auf ein Mitgliedsland als Angriff auf alle gewertet wird. Konkrete ​militärische ​Verpflichtungen waren bei der Bekanntgabe des Paktes im Sommer jedoch nicht ⁠genannt worden.