Nationalspieler Jamal Musiala hat auch beim letzten Test des FC Bayern München vor dem Pflichtspielstart in die neue Fußballsaison für einen Schreckmoment gesorgt. Der 23-Jährige musste beim 4:2 (1:2)-Sieg beim 1. FC Heidenheim nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung am Boden liegend vom medizinischen Personal behandelt werden. Mit- und Gegenspieler bildeten zum Sichtschutz schnell einen Kreis um Musiala. Kurz später konnte er den Platz zwar eigenständig verlassen, setzte die Partie aber nicht mehr fort. Musiala äußerte sich anschließend selbst auf Instagram zu den wiederholten Vorfällen und gab zugleich Entwarnung. Bei ihm seien „temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen“ festgestellt worden, die auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen seien und zu Situationen wie gegen Leipzig und Heidenheim führen könnten. Er befinde sich in medizinischer Behandlung und stehe in regelmäßigem Austausch mit Experten. Ein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko bestehe nicht. Mit der Freigabe der neurologischen Fachärzte sei es sein persönlicher Wunsch gewesen, weiter seinem Alltag nachzugehen und Fußball zu spielen. Insgesamt habe er „ein sehr gutes Gefühl“ und sei „auf einem guten Weg“. Musiala war in der Partie beim Bundesliga-Absteiger genau wie beim Test gegen RB Leipzig (3:1) am vergangenen Samstag zusammengesackt und von medizinischem Personal auf dem Rasen behandelt worden. Erneut verließ er benommen das Feld – nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung. Eberl: „Wussten und wissen Bescheid“ Bayern-Sportvorstand Max Eberl hatte sich kurz nach dem Spiel noch weitgehend bedeckt gehalten. „Wir wussten und wissen Bescheid“, sagte der 52-Jährige zu Musialas Gesundheitszustand, ging aber nicht weiter ins Detail. Für die Münchner war die Partie in Heidenheim die Generalprobe für den Pflichtspielstart mit dem Supercup bei Borussia Dortmund am Samstag. Neuer, Kimmich und Bischof nicht im Kader Bei Bundesliga-Absteiger Heidenheim sorgten Luis Díaz (78. Minute) und Nathaniel Brown (83.) mit ihren Toren für einen späten Sieg der Bayern. Coach Kompany hatte zunächst zahlreiche Topspieler draußen gelassen. Torhüter Manuel Neuer und Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich gehörten genau wie Tom Bischof gar nicht zum Kader – aus Gründen der Belastungssteuerung, wie der Rekordmeister vor dem Anpfiff mitteilte.