Mit einer Aussage über Frankreichs Fußball-Nationalmannschaft hat Paraguays Fußball-Legende José Luis Chilavert vor dem WM-Achtelfinale f (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/wm/) ür Aufsehen gesorgt. „Christophe, du hast recht, bei der WM 1998 haben wir gegen Frankreich gespielt, und jetzt trifft Paraguay auf eine afrikanische Mannschaft“, schrieb der 60-Jährige auf dem Portal X. Der Auslöser, auf den der langjährige Nationaltorwart Chilavert reagierte, war eine Bemerkung des ehemaligen französischen Nationalspielers Christophe Dugarry, der in einer Radiosendung des Senders RMC gesagt hatte, Paraguay (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/paraguay/) werde eine „vernichtende Niederlage“ kassieren. Ob sich Chilavert bei seiner Antwort darauf bezog, dass im Team der Équipe Tricolore viele Schwarze spielen, ist unklar; der Gedanke liegt aber nahe. Französische Zeitungen wie „L'Équipe“ und „Le Parisien“ sowie zahlreiche Nutzer in den sozialen Medien werteten die Äußerung als rassistisch. Chilavert polarisiert immer wieder Chilavert stand 1998 im Tor, als Paraguay im WM-Achtelfinale durch ein „Golden Goal“ in der Verlängerung gegen die Équipe Tricolore verlor. Am Samstagabend (23.00 Uhr/MagentaTV) treffen beide Teams in Philadelphia erneut aufeinander. Der heute 60-Jährige ist eine der bekanntesten Figuren der paraguayischen Fußballgeschichte. Die International Federation of Football History & Statistics (IFFHS) wählte ihn in den 90er-Jahren dreimal zum Welttorhüter. Berühmt wurde Chilavert vor allem wegen seiner Torgefahr. In seiner Karriere erzielte er mehr als 60 Pflichtspieltore, die meisten durch Freistöße und Elfmeter. Für Paraguay traf er in seinen 74 Länderspielen achtmal. Es ist nicht das erste Mal, dass der frühere Nationalkeeper mit umstrittenen Aussagen Kritik auf sich zieht. Zuletzt behauptete er in einer Sendung von Radio Rivadavia, Fußball sei ein Spielfeld, das ausschließlich Männern vorbehalten sei. Zudem sorgte er mit homophoben und transfeindlichen Aussagen für Empörung.