Im Zollstreit zwischen den USA und Kanada erhöht US-Präsident Donald Trump den Druck. Er will kanadischen Firmen den Zugang zum Beschaffungswesen von US-Behörden verwehren. Der US-Präsident wies in einem Post auf Truth Social (verlinkt auf https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/117237309084360726) eigene Behörden an, entsprechende Schritte einzuleiten, um Produkte kanadischen Ursprungs von Listen zu entfernen. Auf diesen sind Unternehmen aufgeführt, von denen US-Behörden über Rahmenverträge Produkte und Dienstleistungen beziehen können. Trump knüpfte seine neueste Anweisung an die Forderung Richtung Kanada, US-Firmen, darunter Milchlandwirten, gleichwertigen Zugang zu ihrem Markt zu gewähren. Der US-Präsident spricht im Zollstreit immer wieder davon, dass es ein Handelsungleichgewicht zulasten der USA gebe. Mit diesem Argument hatte er auch gegen viele andere Länder Zölle verhängt. Kanadas Gegenzölle auf US-Importe traten in Kraft Trumps Ankündigung fiel auf den Tag, an dem Gegenzölle, die Kanada auf US-Importe erhebt, in Kraft traten. Betroffen sind nach früheren Angaben aus Kanada Produkte aus den Bereichen Stahl und Aluminium, Haushaltsgeräte, landwirtschaftliche Ausrüstung, Zellstoff und Papier sowie Elektronik. Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada waren zuletzt gescheitert. Die USA hatten danach im August Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar verhängt – darunter etwa Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein. Kanada legt daraufhin nun nach. Erweiterte Amerika-Karte Zuletzt provozierte Trump mit einer auf der Social-Media-Plattform Truth Social geteilten Nordamerika-Landkarte (verlinkt auf https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/117230286557431140) , die Kanada und andere Nachbarländer in die US-Flagge gehüllt darstellt (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article6a9fdef21c634564db63253f/expansionsplaene-trumps-neue-nordamerika-karte-sorgt-fuer-aerger-empoerung-in-nachbarlaendern-botschafter-einbestellt.html) . Darauf prangt nur ein einziger Ländername: Vereinigte Staaten von Amerika. Trump kommentierte die Landkarte nicht. Anklingen ließ er, dass Kanada der 51. Bundesstaat der USA werden könnte. In seiner zweiten Amtszeit seit 2025 hat er schon öfter zu dem Mittel geografischer Umbenennungen gegriffen, um die Dominanz der USA zu demonstrieren. Zuerst taufte er den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ um. Jüngst ordnete er die Umbenennung des Sees Lake Ontario, durch den die Grenze zu Kanada verläuft, in „Lake America“ an.