Welt 10.09.2026
13:20 Uhr

„Unsere Warnsysteme funktionieren zuverlässig“, lobt Dobrindt den bundesweiten Test


Sirenen heulen, Handys schrillen: Beim bundesweiten Warntag wurde erneut der Ernstfall geprobt. Innenminister Dobrindt zog anschließend eine positive Bilanz. Der Probealarm sorgte auch im Bundestag für eine Unterbrechung.

„Unsere Warnsysteme funktionieren zuverlässig“, lobt Dobrindt den bundesweiten Test

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat eine positive Bilanz des sechsten bundesweiten Warntags gezogen. „Unsere Warnsysteme funktionieren zuverlässig, erreichen unsere Bevölkerung auf den unterschiedlichsten Wegen und sind wichtiger Teil unseres leistungsstarken Bevölkerungsschutzes“, erklärte der CSU-Politiker in einer ersten Einschätzung. Bei einem deutschlandweiten Probealarm hatten die Menschen um 11.00 Uhr Warnmeldungen auf Handys und Tablets bekommen, die dabei lautstarke Alarmtöne von sich gaben. In vielen Orten heulten die Sirenen; auch über Fernsehen, Radio und digitale Anzeigetafeln wurde die Bevölkerung informiert. 45 Minuten später kam – wie geplant – die offizielle Entwarnung. Die Behörden wollten auf diesem Weg testen, ob sie die Bevölkerung im Notfall gut erreichen – etwa bei einer Naturkatastrophe oder einem militärischen Angriff auf die Bundesrepublik. Auf der Webseite warntag-umfrage.de (verlinkt auf https://www.warntag-umfrage.de/) können Bürgerinnen und Bürger ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Warntag mitteilen. Justizministerin Hubig muss ihre Rede unterbrechen Die Warn-Apps machten auch vor den Haushaltsberatungen im Bundestag nicht Halt: Justizministerin Stefanie Hubig (SPD), die in diesem Moment gerade die Eckdaten ihres Etats vorstellte, musste ihre Rede kurz unterbrechen. Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz (CSU) stoppte daraufhin ihre Redezeit und forderte die Anwesenden auf, ihre Handys auszustellen. Etwa 35 Sekunden später herrschte wieder Stille. Ebenfalls kurzzeitig gestoppt wurde der Prozess um den gewaltsamen Tod des kleinen Fabian aus Güstrow (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/kriminalitaet/article6a994692dde98c923617ff7e/prozess-um-mord-an-fabian-8-kinder-sagen-aus-den-jungen-zur-mutmasslichen-tatzeit-noch-gesehen-zu-haben.html) . Der Richter unterbrach die Verhandlung bereits um kurz vor 11.00 Uhr, ehe am Rostocker Landgericht die Mobiltelefone schrillen konnten. Bei der Premiere des Warntags im September 2020 war so viel schiefgegangen, dass der Probealarm für ein Jahr ausgesetzt wurde. Seit 2022 findet der deutschlandweite Probealarm einmal jährlich statt.