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02.06.2026
19:40 Uhr
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Sechs von zehn Abschiebungen scheitern. Darum sollen mehr ausreisepflichtige Personen in Abschiebehaft. Dort sitzen aber schon jetzt viele rechtswidrig. Was läuft falsch?

Von zehn geplanten Abschiebungen in Deutschland scheitern durchschnittlich sechs. Zumeist, weil die Ausreisepflichtigen nicht mehr anzutreffen sind. Sie reisen freiwillig aus oder tauchen unter. Einzelne begehen Straftaten. Politiker, die dieses Problem lösen wollen, fordern deshalb oft, mehr Menschen in Abschiebehaft zu nehmen. Auch nach dem Amoklauf in Aschaffenburg und dem Terroranschlag von Solingen stand diese Forderung im Raum. Im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien steht, recht schwammig, man wolle die Kapazitäten für Abschiebehaft »deutlich erhöhen«. Als die Union Anfang Januar 2025 mit der AfD einen Entschließungsantrag verabschiedete, stand darin eine noch massivere Forderung. Nämlich: »Personen, die vollziehbar ausreisepflichtig sind, dürfen nicht mehr auf freiem Fuß sein. Sie müssen unmittelbar in Haft genommen werden.«