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03.10.2026
14:43 Uhr
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Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel hat eine neue Rolle: Er ist der Spar-General. Auch wenn das gar nicht zu ihm passt.

Es gibt einen Scherz, den Andreas Dressel gern macht: Wenn er Gäste bei sich in der Finanzbehörde empfängt, zeigt er auf die Wasserflasche oder die Kaffeekanne und fragt, ob er ein bisschen Liquidität einschenken darf. Heute geht das leider nicht, denn wir treffen uns in einem Café in Berlin, nahe der Hamburger Landesvertretung. Was sagt Dressel? »Ich schau mal, was unsere Liquidität macht«, und holt ein Kännchen Tee und eine Tasse Kaffee von der Theke. »Schon haben wir das Gespräch aufgelockert!«, sagt er. Na klar, er ist der Finanzsenator, zuständig für die Liquidität. Seit 2018 wacht der 1,94 Meter große Sozialdemokrat mit der immer akkurat zurückgegelten Frisur darüber, was die öffentliche Hand in Hamburg einnimmt und was sie ausgibt. In Berlin ist er heute, weil hier jeden September das Fest der Hamburger Landesvertretung stattfindet, für das der Bürgermeister sowie die Senatorinnen und Senatoren rund 2.500 Gäste einladen. Meistens leert sich das Fest abends gegen halb zehn, weil viele Behördenvertreter um 22.09 Uhr den letzten ICE zurück nach Hamburg erwischen wollen. In diesem ICE, so geht die Legende, versammeln sich dann alle Hamburgerinnen und Hamburger im Speisewagen und umringen den Tisch, an dem der Finanzsenator sitzt. Im September nämlich gibt es – jedenfalls alle zwei Jahre – einen neuen Haushaltsplanentwurf. Und alle wollen noch mal mit Dressel sprechen, ob er nicht hier oder da etwas nachbessern kann.