Zeit 20.03.2026
20:53 Uhr

(+) "Arirang" von BTS: Haben die Spaß?


Die K-Pop-Stars von BTS kehren aus dem Militärdienst zurück. Und setzen auf ihrem neuen Album "Arirang" ihr Image der perfekten Schwiegersöhne in Brand.

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Arirang heißt das neue Album der südkoreanischen Popgruppe BTS, das am heutigen Freitag erschienen ist; es ist das erste BTS-Album seit vier Jahren, und man kann definitiv sagen, dass es von vielen Menschen freudig erwartet worden ist. 260.000 Zuschauer werden jedenfalls am Samstag kommen, wenn BTS ihr Comeback-Konzert auf dem Gwanghwamun-Platz in Seoul spielen. Der Streaming-Dienst Netflix überträgt das Ereignis in weltweit 190 Länder, danach schließt sich eine Stadiontournee in 34 Städten auf fünf Kontinenten an. BTS ist nicht nur die erfolgreichste Gruppe des K-Pop, des koreanischen Pop. Seit Ende der Zehnerjahre sind sie die weltweit erfolgreichste Band überhaupt. Spätestens mit ihrem bislang letzten Album Be und den dazugehörigen Hits Dynamite und Permission to Dance stiegen sie dazu auf. Ihre "Army" genannte Anhängerschaft umspannt längst den gesamten Planeten. 2022 mussten BTS allerdings erst mal selbst zur Army: Vier Jahre lang legte die Band eine Pause ein, weil die sieben Mitglieder ihren Militärdienst abzuleisten hatten. In dieser Hinsicht wird in Südkorea für niemanden eine Ausnahme gemacht, auch nicht für berühmte Popmusiker, und BTS hatten vorab auch immer wieder erklärt, dass sie es für ihre Pflicht hielten, ihr Land zu verteidigen. Eine Sonderregelung gab es für sie aber doch: 2020 hatte die südkoreanische Regierung eine Änderung des Wehrpflichtgesetzes erlassen, die auch als "BTS-Gesetz" bekannt wurde. Ihr zufolge können Künstler ihren Wehrdienst bis zum Beginn des 30. Lebensjahres aufschieben, sofern sie im Besitz des Ordens für kulturelle Verdienste sind. Dieser war BTS bereits im Jahr 2018 für ihre Verdienste um die Verbreitung der koreanischen Kultur in alle Welt – auch hallyu genannt – verliehen worden.