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02.10.2026
05:24 Uhr
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Die Deutsche Bahn sperrt die ICE‑Strecke Berlin – Hannover für mehr als ein Jahr. Und zeigt damit: Der Konzern hat die Kontrolle über die Korridorsanierungen verloren.

Stellen Sie sich vor, Sie pendeln jeden Morgen 65 Minuten zur Arbeit und von einem Tag auf den anderen verdreifacht sich Ihre Fahrtzeit. So geht es ab diesem Freitag den vielen Menschen, die in Berlin leben und in Wolfsburg arbeiten. Bis gestern gab es noch eine direkte ICE-Verbindung zwischen den beiden Städten. Doch ab jetzt ist die Strecke zwischen Berlin und Hannover für Bauarbeiten gesperrt, und die Pendler müssen erst über eine Umleitung nach Braunschweig fahren und dort in die Regionalbahn umsteigen. Dass die Deutsche Bahn Streckenabschnitte vollständig sperrt, Gleise und Weichen austauscht, damit die Züge anschließend pünktlicher kommen, sind Bahnfahrer mittlerweile gewohnt. Die Dimension und die Dauer dieser Belastung sind neu. 14 Monate müssen die Pendler nun einen Umweg fahren. Und nicht nur sie. Auch Menschen, die vom Ruhrgebiet in die Hauptstadt reisen, sind künftig deutlich länger unterwegs. Darüber hinaus leidet der Güterverkehr unter den Umleitungen.