Zeit 12.03.2026
10:26 Uhr

(+) Finanzpolitik der Bundesregierung: Es geht um die Zukunft? Na ja, teilweise


Vor einem Jahr beschloss die Regierung ein enormes Schuldenpaket, um in die Zukunft zu investieren. Eine neue Studie zeigt: Ein großer Teil davon landet anderswo.

(+) Finanzpolitik der Bundesregierung: Es geht um die Zukunft? Na ja, teilweise
Glaubt man Lars Klingbeil, dann sind Schulden notwendig. Nicht nur damit Deutschland sich künftig besser verteidigen kann oder wirtschaftlich stärker wird, sondern damit es für die Zukunft gewappnet ist. Nach Ansicht des Bundesfinanzministers kann die Regierung durch die höhere Neuverschuldung so stark wie nie zuvor in die Zukunftsfähigkeit des Landes investieren. So sagte es Klingbeil, als er im vergangenen Juli seine Schuldenpläne erstmals mit einem Haushaltsgesetz ins Parlament einbrachte. Fast ein Jahr ist es nun her, dass der Bundestag mit einem historischen Beschluss den Weg für ein gigantisches Finanzpaket frei gemacht hat. Zusammen mit den Grünen änderten Union und SPD im März des vergangenen Jahres das Grundgesetz, um die Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben zu lockern und ein 500-Milliarden-Paket für die Infrastruktur zu ermöglichen. Vor allem, wenn es um das sogenannte Sondervermögen geht, ist in der Regierung oft von Zukunftsinvestitionen die Rede, von denen künftige Generationen profitieren sollen.