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13.08.2026
09:59 Uhr
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139 Bilder, die wirken wie Szenen eines erotischen Horrorfilms aus den Neunzigern. Müssten sich ein Model und ein Rockstar nicht besser mit Coolness auskennen?

Gabbriette (Model, 29) hat 139 Fotos von ihrer Hochzeit mit Matty Healy (Rockstar, 37) auf Instagram gepostet und damit die Frage aufgeworfen, wie viele Fotos man von seiner Hochzeit auf Instagram posten sollte. Mich erinnert diese Bilderflut an die Digicam-Alben, die man an einem Samstagmorgen im Jahr 2009 auf Facebook droppte: »Abipartyyy«, 400 Fotos. Gabbriette verteilte ihr Bildmaterial – mal nur mit Schleier bekleidet auf einer Treppe posierend, mal im Hochzeitskleid neben ihrem Gatten auf dem Rasen rauchend – immerhin auf acht Posts, betitelt mit so übersichtlichen Rubriken wie »VEIL« (»Schleier«) oder »WEDDING DRESS«. Die Fotos sehen aus wie Szenen eines erotischen Horrorfilms von 1998, aber nicht nur deshalb will man die Großauslieferung dieser Hochzeit erst mal geschmacklos finden: Haben die überhaupt aus Liebe geheiratet, oder war der Zweck der Übung vor allem ein Status-Update? Der Komiker Pete Davidson, 32, hat mal gesagt, sein Leben sei ihm zu schön, um es mit dem Internet zu teilen – ein Satz, an den ich oft denken muss. Davidson begründete damit einen Trend: Es ist in dieser Generation inzwischen eigentlich uncool, überhaupt noch was zu posten. Was heute cool ist: Kabelkopfhörer tragen, im Café Sylvia Plath lesen. Wenn man noch Fotos postet, dann in betont willkürlich angeordneten Serien (»dumps«), die so aussehen sollen, als habe man sie nebenher beim Kochen hochgeladen. Müssten sich ein Model und ein Rockstar nicht besser mit Coolness auskennen?