Zeit 07.10.2026
16:51 Uhr

(+) Geplante Hinrichtung in den USA: Ein Exempel der Grausamkeit


Die USA stecken in einer moralischen Krise. Die geplante Hinrichtung durch ein militärisches Erschießungskommando ist nur das jüngste Beispiel dafür.

(+) Geplante Hinrichtung in den USA: Ein Exempel der Grausamkeit
Zum ersten Mal seit 65 Jahren wird das US-Militär eine Hinrichtung vollstrecken. Der frühere Armeepsychiater Nidal Hasan soll durch ein Erschießungskommando sterben. So hat es Präsident und Oberbefehlshaber Donald Trump angeordnet, auf Empfehlung seines Kriegsministers. Hasan hatte 2009 auf einem amerikanischen Militärstützpunkt 13 Menschen erschossen und 42 verletzt, er selbst ist seit seiner Festnahme querschnittsgelähmt. Zu dieser Schocknachricht gesellt sich eine weitere: Die vor 30 Jahren wegen Mordes verurteilte Christa Pike ist nach ihrer gescheiterten Hinrichtung aus dem Koma erwacht. Aus humanistischer Perspektive könnte das ein Grund zur Erleichterung sein, würde es nicht die Frage aufwerfen, ob der Bundesstaat Tennessee nun einen neuen Anlauf nehmen wird, Pike im Namen der Gerechtigkeit eine tödliche Giftspritze zu setzen. Oder, wie es die republikanische Gouverneurskandidatin vorschlägt, zeitnah eine andere Methode zu versuchen. Es ist schließlich Wahlkampf.