Zeit 02.10.2026
06:00 Uhr

(+) Japanische Arbeitskultur: Plötzlich gibt es in Tokio sogar die Viertagewoche


Das Büro vor dem Chef zu verlassen, gilt in Japan als unhöflich. Alle Urlaubstage zu nehmen, ist verpönt. Diese Arbeitskultur wird mittlerweile aber öfter hinterfragt.

(+) Japanische Arbeitskultur: Plötzlich gibt es in Tokio sogar die Viertagewoche
Bundeskanzler Friedrich Merz müsste ein großer Bewunderer von Sanae Takaichi sein. Als die vor einem knappen Jahr zu Japans Premierministerin gekürt wurde, versprach sie sich und der Bevölkerung, sie werde »arbeiten, arbeiten, arbeiten, arbeiten und arbeiten«. Denn nichts, so gelobte die als Nationalistin bekannte Rechtskonservative, sei ihr so wichtig wie das Wohlergehen ihres Landes. Nun kann man von Takaichi – die Japan beispielsweise in hohem Tempo aufrüstet, sich aber schwer damit tut, den US-Präsidenten zu kritisieren – halten, was man will. Aber ihr Versprechen, an die Belastungsgrenze zu gehen, löst sie ein. An einem Montag Ende Juli schrieb die 65-Jäährige auf der Plattform X, sie habe »zum ersten Mal seit Langem wieder fünf Stunden geschlafen«. Sonst komme sie mit »null bis drei Stunden« aus. Schließlich arbeite sie in Vollzeit für Japan. Takaichi will ein Vorbild sein.