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18.08.2026
20:35 Uhr
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In der Debatte um Jason Arday ging es schnell um mehr als ihn selbst: um Rassismus, Wokeness und die Frage, wann berechtigte Kritik zur ideologischen Abrechnung wird.

Wenn es um den Fall Jason Arday ging, um die Karriere und das tragische Ende des jüngsten Schwarzen Professors in Cambridge, konnte man in den vergangenen Wochen eine Diagnose immer wieder lesen: Die Aufstiegsgeschichte des autistischen Soziologen aus bescheidenen Verhältnissen zum Star-Akademiker sei einfach zu gut gewesen, um wahr zu sein. Jeder vernünftige Beobachter habe das erkennen müssen. Dass Arday in der Universität und den Medien dennoch so eine Karriere hinlegte, könne nur einen Grund haben: Wokeness. Ein übersteigerter Anti-Rassismus hätte bei weiten Teilen der akademischen Welt und des Journalismus zur Aussetzung professioneller Standards geführt, ja sie regelrecht blind für Ungereimtheiten werden lassen und einem offensichtlichen Hochstapler Tür und Tor geöffnet.