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18.03.2026
19:29 Uhr
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Ölzweig in der einen, Pistole in der anderen Hand: Jassir Arafat machte aus Gewalt und Diplomatie eine Strategie. Damit brachte er die Palästinafrage bis in die UN.

Es war ein Affront – und eine wohlkalkulierte Inszenierung. In New York trat am 13. November 1974 ein kleiner Mann mittleren Alters vor die Generalversammlung der Vereinten Nationen. Er trug das schwarz-weiße Tuch Palästinas um den Kopf und lächelte überschwänglich. Seine Mimik und Gestik hatten sich längst als Marke etabliert; bereits damals zählte er zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Welt. Ikonenhaft war das Bild, das ihn auf dem Cover des Time-Magazins sechs Jahre zuvor als "Fedayeen Leader" vorgestellt hatte, als Anführer der palästinensischen Freischärler: Jassir Arafat.