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05.10.2026
07:46 Uhr
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Die Bestseller-Autorin Juli Zeh hat einen Kriminalroman geschrieben, auch zur politischen Großwetterlage. Ist sie jetzt Marxistin geworden?

Havelland, Anfang September. Steigt man aus dem Auto und sagt: »Schön hier«, erwidert Juli Zeh: »Eigentlich ist es ziemlich hässlich.« Die Schriftstellerin setzt sich auf eine Holzkiste an ihrer Terrassentür und raucht. Zehs neues Buch ist mal kein Dorfroman: »Pony Show« handelt von einem Gerichtsprozess in Hamburg. DIE ZEIT: Frau Zeh, es ist inzwischen schon ein eigenes Genre, dass westdeutsche Journalisten Sie auf dem brandenburgischen Dorf besuchen. Juli Zeh: ... und meistens wollen sie nur darüber sprechen, wie ich es aushalte, dass meine Nachbarn da drüben AfD wählen.