Zeit 12.03.2026
09:13 Uhr

(+) KI-Predigten: Künstliche Versuchung


Papst Leo XIV. hat seine Priester ermahnt, sich Predigten nicht mehr von KI schreiben zu lassen. Doch wäre das nicht viel gewissenhafter?

(+) KI-Predigten: Künstliche Versuchung
Papst Leo XIV. hat die Priester seiner Kirche ermahnt, ihre Predigten nicht mehr von ChatGPT verfassen zu lassen. Genauer rief er bei der römischen Diözese dazu auf, dieser "Versuchung" zu widerstehen. Einer Versuchung, die offenbar so stark ist, dass ein richtiger Markt für predigtproduzierende KI-Programme entstanden ist: SermonAi, MinistryAI, Pastors.ai, um nur einige zu nennen. Selbstredend ist es eine heikle Sache, Gottes Wort und das Seelenheil der Gläubigen an Computersysteme auszulagern. (An die Gläubigen musste der Papst kürzlich ebenfalls appellieren, dass sie sich mit ihren Fragen wieder an die Kirche wenden mögen statt an ChatGPT.) Denn Gottes Wort ist heilig. Und die Computersysteme sind es nicht. Sie gehören undurchsichtigen Unternehmen und Milliardären, sie werden ebenso für Kriege eingesetzt.