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04.06.2026
11:06 Uhr
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Ob ein Ortsname auf -ingen, -ow oder -stein endet, lässt viele Rückschlüsse auf die Landschaft, das Alter oder die ersten Siedler zu. Doch nicht alle Namen sind echt.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Ihr Ortsname auf -au endet, obwohl es dort weit und breit keine grünen Auen gibt? Oder warum es in Bayern so viele Ortschaften gibt, deren Endung -ing lautet? Dingolfing. Ainring. Petting. Die Endung eines Ortsnamens lässt einige Rückschlüsse über den Ort, dessen Alter und Geschichte zu – und sogar dessen Bewohner. Zuerst das Offensichtlichste: Gewisse Endungen findet man öfter in bestimmten Gegenden Deutschlands als in anderen. Beispielsweise -ingen. Dieses Suffix gibt es in der Form -ingen in heutigen Ortsnamenformen im Südwesten Deutschlands und sogar etwas über die Landesgrenzen hinaus. Es zeigt Besitz an und bedeutet so viel wie »bei den Leuten des ...«. Sigmaringen bedeutete ursprünglich »bei den Leuten des Sigmar«. Tübingen geht zurück auf althochdeutsch »Tuwingum« und bedeutete »bei den Leuten des Tuwo«.