Zeit 07.10.2026
09:35 Uhr

(+) Physiknobelpreis: Endstation Eisblock


Der Physiknobelpreis ehrt ein bedrohtes Forschungsmodell: das bloße Streben nach Erkenntnis – international und ohne Ego. Das ist auch ein Wink an den US-Präsidenten.

(+) Physiknobelpreis: Endstation Eisblock
Weit weg – das ist beim diesjährigen Physiknobelpreis eine krasse Untertreibung. Hat er doch mit Ereignissen zu tun, die Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt stattgefunden haben, in fernen Galaxien. Dort machten sich vor langer, langer Zeit ein paar Neutrinos auf den Weg – geisterhafte Teilchen, die Materie mühelos durchdringen können. Ein IceCube genanntes Hightech-Observatorium am Südpol hat die kosmischen Teilchen in den vergangenen Jahren wiederholt dingfest gemacht. Die Menschheit weiß deshalb nun ein klein wenig mehr darüber, was in den Tiefen des Kosmos vor sich geht. Wie dort gigantische Schwarze Löcher Materie fast bis auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen und Prozesse anstoßen, die so extrem sind, dass sie sich nirgendwo in unserer Milchstraße ereignen.