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20.03.2026
12:12 Uhr
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Wie die Rechtsaußen-Parteien die Schweizer Kindergartenkinder vor dem Hochdeutschen schützen wollten.

Die Schweizer waren schon immer stolz auf ihr Bildungssystem. Sie hielten es sogar für eines der besten der Welt, wenn nicht das beste. Bis im Jahr 2000 die berühmte Pisa-Studie zeigte: Stimmt gar nicht. Fast 20 Prozent der Kinder waren am Ende der Schulzeit nicht in der Lage, selbst einfache Texte zu verstehen. Sprachförderung musste her! Diese sollte bereits im Kindergarten beginnen, der in der Schweiz zur obligatorischen Schulzeit gehört. Also bei den Vier- bis Sechsjährigen. Gespielt, gesungen und gelernt wurde nun nicht mehr ausschließlich in den vielen Schweizer Mundarten, sondern auch auf Hochdeutsch. Jener Sprache also, in der Kinder in der Schule lesen und schreiben lernen. Die Hochdeutsch-Direktive traf allerdings auf Widerstand: Kindergärtnerinnen, die sich selbst schwertaten mit der Hochsprache, setzten die Weisung nur widerwillig um. Und die Rechtsparteien fühlten sich provoziert.