Zeit 30.09.2026
11:05 Uhr

(+) Verbindung auf Distanz: Sprechen hilft in Krisen. Nur wie?


Zwei Experten erklären, wie man die richtigen Worte findet, wenn es Freunden oder Angehörigen schlecht geht. Und wie man es schafft, sich selbst zu öffnen.

(+) Verbindung auf Distanz: Sprechen hilft in Krisen. Nur wie?
Christian Pfister ist Co-Präsident des Vereins Stand by You Schweiz, der sich um Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen kümmert. Seine Tochter ist im Studium schwer psychisch erkrankt. ZEIT Campus: Herr Pfister, wie sollte man reagieren, wenn einem jemand aus dem Freundeskreis oder der eigenen Familie von seinen psychischen Problemen erzählt? Christian Pfister: Zunächst sollte man diese Situation als das sehen, was sie ist: ein grosser Vertrauensbeweis. Denn Betroffenen fällt es in der Regel sehr schwer, über ihre psychischen Probleme zu sprechen. In diesem Moment ist es wichtig, dem Gegenüber zu zeigen, dass man zuhört – und jederzeit offen für ein Gespräch über das ist, was ihn oder sie bewegt.