Zeit 16.03.2026
17:01 Uhr

(+) Warmer Blumenkohlsalat: Blumenkohl liebt kein Wasser, er liebt Feuer


Im Ofen verändert Blumenkohl seinen Geschmack zu nussig, fast süß. Für unsere Autorin ist das die perfekte Basis für einen lauwarmen Salat mit Salsiccia und Tahinsoße.

(+) Warmer Blumenkohlsalat: Blumenkohl liebt kein Wasser, er liebt Feuer
Blumenkohl hatte lange ein Imageproblem. Wer in den Achtzigern oder Neunzigern aufgewachsen ist, erinnert sich wahrscheinlich an ein blasses, weich gekochtes Etwas unter Mehlschwitze. Noch als Studentin habe ich das Gemüse in Sahne ertränkt und mit Gouda überbacken. Schlimm. Bis ich irgendwann feststellte: Blumenkohl liebt kein Wasser, er liebt Feuer. Im Ofen passiert bei ordentlich Hitze etwas Magisches. Der Zucker karamellisiert, die Ränder werden dunkel und der Kohl schmeckt plötzlich nussig und fast süß. Für diesen Salat mache ich mir das zunutze und kombiniere ihn mit italienischer Salsiccia. Der eigentliche Clou des Rezepts ist jedoch der Knoblauch. Ich röste die Zehen ungeschält auf dem Blech mit, bis sie zu einer milden, cremigen Paste werden, die man einfach aus der Schale drückt. Zusammen mit einem Dressing aus Tahin und Zitrone wird daraus ein lauwarmer Salat, bei dem man den Teller ablecken möchte. Ein paar bittere Blätter Radicchio oder Rucola bringen die nötige Balance. Und wer es vegetarisch mag: Lassen Sie die Wurst weg und nehmen Sie Walnüsse. Der Blumenkohl trägt das Gericht auch allein – solange er geröstet ist.