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13.08.2026
05:25 Uhr
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Die einen arbeiten unter widrigsten Umständen gerne, andere sind trotz netter Kollegen und gutem Gehalt unzufrieden. Ob Arbeit glücklich macht, liegt auch an den Genen.

Zwölf Stunden dauert eine Schicht von Kimberly Locher, mal von 7 bis 19 Uhr, mal über die Nacht. Mal kann die Rettungssanitäterin in zwölf Stunden keine Minute Pause machen, weil sie von Herzinfarkt zu Fieberkrampf zu Brandkatastrophe fährt. Mal ist es ruhiger, selten passiert zwölf Stunden nichts, sogenannte Nullerdienste. Oft macht Locher Überstunden, jeden Tag kommt sie eine halbe Stunde früher. Immer mit anderen Kollegen, mal sind sie nett, mal weniger. Der Job des Notfallsanitäters ist anspruchsvoll – und ermüdend, das zeigt eine aktuelle Anfrage der Linken unter knapp 8.000 Beschäftigten. Nur wenige Sanitäter können sich vorstellen, ihn länger als zehn Jahre zu machen, die allerwenigsten bis zur Rente. 90 Prozent haben schon Gewalt erlebt, das Risiko psychisch zu erkranken, ist groß.