|
08.08.2026
16:21 Uhr
|
Die Berliner Volksbühne als Freibad: Der Intendant sieht’s als Statement, die Kritik ist erbost. Unsere Autorin ist reingehüpft und fragt sich: Warum die Aufregung?

Es gibt Ideen, die so simpel sind, dass man etwas an ihnen aussetzen möchte. Ein Pop-up-Freibad vor die Berliner Volksbühne stellen, es »Volksbad« nennen und zwei Monate lang kostenlosen Eintritt anbieten? In den vergangenen Wochen löste diese Idee eine Sommerloch-Kontroverse aus. Von einem wichtigen politischen Symbol angesichts Berliner Missstände sprechen die einen, von Dekadenz die anderen. 300.000 Euro hat das Bad gekostet, das ist viel Geld, und Geld hat Berlin bekanntlich wenig. Was ist hier nun also kaputter: die marode Infrastruktur der Hauptstadt? Oder die politische Kunst? Oder ertrinkt das chronisch schlecht gelaunte Feuilleton mal wieder in Lustfeindlichkeit?