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19.03.2026
11:50 Uhr
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Trotz steigender Spannungen plant China nach Erkenntnissen von US-Geheimdiensten im kommenden Jahr keinen Angriff auf Taiwan. Die Regierung in Peking habe andere Pläne.

China plant nach Einschätzung von US-Geheimdiensten nicht, im kommenden Jahr in Taiwan einzumarschieren. Stattdessen wolle die Regierung zunächst versuchen, die Kontrolle über die Insel ohne Gewaltanwendung zu übernehmen , heißt es in einem jährlichen US-Geheimdienstbericht. Einen festen Zeitplan für eine Invasion hat die chinesische Führung demnach nicht. China betrachtet das selbstverwaltete und demokratische Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll – notfalls mit militärischer Gewalt. In den vergangenen Jahren verstärkte China den Druck durch Militärübungen rund um die Insel. Eine Analyse des US-Verteidigungsministeriums aus dem vergangenen Jahr hatte 2027 als möglichen Zeitpunkt für einen Angriff angegeben. Die chinesischen Behörden seien sich im Klaren darüber, dass eine Invasion Taiwans ein "hohes Risiko" bergen würde, heißt es in dem Bericht – "besonders im Falle einer US-Intervention". Die USA erkennen Taiwan zwar nicht als unabhängigen Staat an, sind aber der wichtigste militärische Unterstützer der Insel. Die USA sollten "das Bedrohungsszenario durch China nicht künstlich aufbauschen", sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Stattdessen solle die Regierung ihr "Verständnis von China korrigieren" und in der Taiwan-Frage "vorsichtig sprechen und handeln", fügte der Sprecher hinzu.