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02.10.2026
14:59 Uhr
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Nach Protesten und Ausschreitungen sind in Frankreich Hunderte Schulen geschlossen. Der Bildungsminister appelliert, Kinder von den Demonstrationen fernzuhalten.

Frankreichs Bildungsminister Édouard Geffray hat an die Eltern appelliert, ihre Kinder von den Schülerprotesten abzuhalten. »Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Kinder nicht mehr auf der Straße sind, weil sie dort in Gefahr sind«, sagte Geffray dem Sender BFM. Die Organisatoren der Proteste riefen unterdessen für Dienstag zu neuen Demonstrationen auf. Seit Tagen protestieren in Frankreich Schülerinnen und Schüler gegen fehlende Mittel im Bildungsbereich. Dabei kam es wiederholt zu gewaltvollen Auseinandersetzungen. Bis Donnerstag wurden rund 2.000 Menschen festgenommen . Gut 560 Schulen waren am Freitag landesweit offiziell geschlossen, wie das Bildungsministerium mitteilte. Es kam erneut zu zahlreichen Gewaltakten: In Paris brannten die Eingangsbereiche von zwei Schulen. Im Großraum der Hauptstadt kam es ebenfalls an 55 Schulen zu gewaltsamen Ausschreitungen. In Lyon wurden an zehn Schulen unter anderem Böller gezündet und Mülltonnen in Brand gesteckt. Justizminister will Eltern bei Sachbeschädigung in die Pflicht nehmen Die Schülerinnen und Schüler demonstrieren unter anderem für eine bessere Ausstattung und mehr Mittel an den weiterführenden Lycées. Sie klagen über marode Schulgebäude, überfüllte Klassen und zu wenig Lehrkräfte. Teils bezog sich der Ärger an den Gymnasien auch auf die Plattform, über die Zulassungen für Universitäten erfolgen. »Es ist ein Problem, dass es keine national einheitlichen Forderungen gibt«, sagte Geffray. Die Bewegung sei aus vielen verschiedenen Gründen entstanden. Justizminister Gérald Darmanin sagte, die Eltern von Minderjährigen müssten für die verursachten Sachbeschädigungen aufkommen. »Wenn Schulen und Bushaltestellen beschädigt und öffentlicher Nahverkehr zum Ziel werden, dann müssen wir künftig die Eltern in die Verantwortung nehmen«, sagte er.