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05.08.2026
22:05 Uhr
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Das Innenministerium hat den Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen als hybrides Anschlagszenario eingeschätzt. Die Technik weise auf einen professionellen Akteur hin.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht in dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle eine »neue Gefahrenqualität«. Man habe es mit einem hybriden Anschlagsszenario zu tun, sagte der CSU-Politiker in Leipzig. Man gehe von einem »sehr ernsten sicherheitsrelevanten Vorfall« aus, weitere Szenarien seien in Zukunft denkbar. Zum Ursprung der Drohne machte Dobrindt keine Angaben. Dazu werde noch ermittelt, hieß es. »Es gehört zum Prinzip der hybriden Bedrohung, dass nicht gleich klar ist, wo sie herkommt«, sagte Dobrindt. Man gehe jedoch von einer »professionellen hybriden Bedrohungslage« aus, die nicht von Amateuren herbeigeführt worden sei. Man brauche dafür ein hohes Maß an Technikerfahrung, auch Erfahrung im Umgang mit Sprengstoff müsse vorhanden sein. »Die Einschätzung, dass wir es inzwischen mit hoher Gefährdung zu tun haben, ist real. Es ist keine abstrakte erhöhte Bedrohungslage«, sagte er. Stillstand am Leipziger Flughafen Der Fund einer Drohne mit Sprengvorrichtung brachte in der Nacht zum Mittwoch den Flugbetrieb am Flughafen Leipzig/Halle zum Stillstand. Eine Touristengruppe entdeckte die Drohne in der Nähe eines Flugzeugs, welches offenbar zur ukrainischen Luftwaffe gehört. Danach kollidierte offenbar eine Frachtmaschine des Logistikunternehmens DHL mit einer weiteren Drohne in der Luft. Das Flugzeug landete sicher in Hannover . Der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU) sagte, es werde noch nach Drohnenteilen am Boden gesucht. Die Sprengvorrichtung der ersten Drohne wurde mittlerweile von Spezialisten entschärft und gesprengt. Die Zentralstelle Extremismus Sachsen bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Terrorismus- und Extremismusabwehrzentrum beim LKA übernahmen die Ermittlungen. Aktuell keine Gefahr für Passagiere und Mitarbeiter Die Landebahn in Leipzig/Halle, die nicht vom Drohnenfund betroffen war, konnte mittlerweile nach einer umfangreichen Kontrolle des Flughafens wieder freigegeben werden. Die Landebahn, auf der das Flugobjekt gefunden wurde, soll aus Wartungsgründen zunächst nicht genutzt werden. Laut Ermittlern besteht aktuell keine Gefahr für Passagiere und Mitarbeiter des Flughafens. Im Juli 2024 hatte es schon einmal einen relevanten Vorfall auf dem Flughafen gegeben. Das Paket, das einen Brandsatz enthielt, geriet noch am Boden im DHL-Logistikzentrum Leipzig und nicht während des Fluges in Brand.