Zeit 18.08.2026
19:51 Uhr

Huaca Pucllana: 1.400 Jahre alte Überreste bei Ausgrabungen in Peru entdeckt


In Perus Hauptstadt Lima wurden bei archäologischen Ausgrabungen menschliche Überreste gefunden. Sie könnten von einem Menschenopfer stammen.

Huaca Pucllana: 1.400 Jahre alte Überreste bei Ausgrabungen in Peru entdeckt
Bei archäologischen Ausgrabungen in der peruanischen Hauptstadt Lima sind die Überreste eines möglichen Menschenopfers von vor rund 1.400 Jahren entdeckt worden. Das Kulturministerium des südamerikanischen Landes teilte mit, dass der Fund in der Ruinenstätte Huaca Pucllana gemacht wurde. Die Stätte der Lima-Kultur wurde zwischen 450 und 650 nach Christus errichtet. Ein archäologisches Team fand die Überreste eines vermutlich erwachsenen Mannes. Sie waren womöglich eine Opfergabe bei der rituellen Schließung eines unterirdischen Wasserkanals, der mit einem zeremoniellen Brunnen in Verbindung steht. Die Archäologen fanden dort außerdem einen Schlangenkopf aus Keramik. Die Ausrichtung des Skeletts deute »auf eine absichtliche Anordnung im Zusammenhang mit der rituellen Einweihung« der Pyramide in Huaca Pucllana hin, wie das Kulturministerium mitteilte. Das Skelett sei entlang des Kanals liegend gefunden worden. Es sei in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet gewesen und habe auf der linken Seite gelegen. Der Schädel sei nach Westen gerichtet gewesen, der Blick auf die Pyramide und das Meer, teilte das Kulturministerium mit. Die Entdeckung liefert laut den Kulturbehörden neue Erkenntnisse über die rituellen Praktiken in Huaca Pucllana. Die Stätte im Viertel Miraflores ist für ihre Stufenpyramide bekannt, die aus Millionen handgefertigten Lehmziegeln besteht.