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28.09.2026
08:25 Uhr
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Positive Zeichen am Arbeitsmarkt: In einigen Wirtschaftsbereichen sollen weniger Stellen abgebaut werden. Auf Handel und Industrie trifft das laut ifo Institut nicht zu.

Die Konjunkturbelebung in Deutschland kommt nur langsam am Arbeitsmarkt an. Der hat sich leicht stabilisiert. Laut einer Umfrage des ifo Instituts wollen die Unternehmen in Deutschland etwas weniger Jobs abbauen als bislang. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im September leicht auf 95,1 Punkte von 94,8 Punkten im August. Das teilte das Institut zu seiner Umfrage unter Tausenden Unternehmen aus Industrie, Dienstleistung, Handel und Bauwirtschaft mit. »Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich, eine echte Erholung ist aber bisher nicht in Sicht«, sagte der Leiter der ifo Umfragen, Klaus Wohlrabe. In der Industrie und im Handel würden weiterhin Stellen abgebaut werden. Unternehmen der Industrie planten in der Mehrheit weiterhin mit weniger Personal. Neueinstellungen seien lediglich in der Nahrungsmittelindustrie sowie bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen vorgesehen. Bei den Dienstleistern sind die Einstellungs- und Abbaupläne ausgeglichen. Auch im Baugewerbe soll die Beschäftigtenzahl weitgehend stabil bleiben . Zusätzliche Beschäftigte suchen hingegen Ingenieurbüros sowie Rechts- und Steuerberatungen und Wirtschaftsprüfer. »Auch die Leiharbeitsfirmen schöpfen wieder etwas Hoffnung«, teilte das ifo Institut mit. Im Handel überwiegen dagegen unverändert die Pläne zum Stellenabbau. »Am Arbeitsmarkt kommt die Erholung verzögert an« Die deutsche Wirtschaft konnte sich zuletzt aufgrund von steigenden Exporten und staatlichen Investitionen wieder etwas stabilisieren. Sie wuchs drei Quartale in Folge. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben deshalb ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im laufenden Jahr von 0,6 auf 1,3 Prozent mehr als verdoppelt sowie für 2027 von 0,9 auf 1,1 Prozent angehoben. »Am Arbeitsmarkt kommt die Erholung verzögert an«, schreiben die Institute jedoch in ihrer Gemeinschaftsdiagnose für die Bundesregierung. Die Erwerbstätigkeit sinke zunächst weiter, während die Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent im laufenden Jahr auf 6,2 Prozent im kommenden und 5,8 Prozent im Jahr 2028 zurückgehen solle.