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10.03.2026
14:06 Uhr
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Nach dem Einschlag eines Meteoriten in Koblenz sind mehrere Teile davon gefunden worden, eins davon so groß wie ein Tennisball. Sie gehören jetzt dem Grundstücksbesitzer.

Nach dem Einschlag eines Meteoriten in Koblenz sind inzwischen elf Gesteinsteile gefunden worden. Diese werden dem Meteoriten zugeordnet. Nach Angaben der Polizei Koblenz wiegen die Fragmente, die rund um das getroffene Wohnhaus gefunden wurden, zwischen 6 und 161 Gramm. Ein Stein sei sogar in etwa so groß wie ein Tennisball. Das Gestein war am Sonntagabend in die Erdatmosphäre eingedrungen und in weiten Teilen im Westen Deutschlands als heller Feuerball am Himmel zu sehen. Zahlreiche Menschen wählten deshalb den Notruf. Ein Teil des Meteoriten traf das Dach eines Hauses in Koblenz und verursachte dort nach Angaben des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz ein etwa fußballgroßes Loch. Verletzt wurde bei dem Einschlag niemand. Bislang sei nur der Schaden an dem Wohnhaus im Koblenzer Stadtteil Güls bekannt. Die Polizei teilte mit, sie suche nicht aktiv nach weiteren Gesteinsteilen. Laienhaft ausgedrückt handle es sich bei den Fundstücken um "Gestein", teilte die Polizei mit. Eine genauere Einordnung könne nur durch einen Sachverständigen erfolgen. Es habe sich bereits ein Experte des Instituts für Planetologie interessiert gezeigt, den größten Stein in Augenschein zu nehmen. Fundstücke gehören dem Grundstückseigentümer Inzwischen wurde auch juristisch geklärt, wem die Gesteinsbrocken gehören, nämlich dem Eigentümer des Grundstücks. Das Gestein, das derzeit noch von der Polizei aufbewahrt werde, werde dem Eigentümer übergeben, teilte diese mit. Asteroidenexperte Richard Moissl von der europäischen Raumfahrtagentur Esa sagte der ZEIT , er schätze, dass der Gesteinsbrocken vor dem Eintreten in die Atmosphäre größer als ein Meter gewesen sei. Einen Meteoriten dieser Größe erwarte man etwa einmal im Jahr. Alles unter zehn Metern Durchmesser gelte offiziell als harmlos.