Zeit 29.05.2026
09:58 Uhr

Krieg in der Ukraine: Russische Drohne trifft Wohnhaus in Rumänien


Eine russische Drohne ist in ein Wohnhaus nahe der Ukraine eingeschlagen und hat zwei Menschen verletzt. Die Nato verurteilte den Vorfall in dem Mitgliedsstaat.

Krieg in der Ukraine: Russische Drohne trifft Wohnhaus in Rumänien
Die Nato hat den Einschlag einer russischen Drohne in ein Wohnhaus in Rumänien bei russischen Angriffen auf grenznahe ukrainische Infrastruktur bestätigt und als »Rücksichtslosigkeit« verurteilt. Das westliche Militärbündnis werde seine Verteidigung »gegen alle Bedrohungen weiter verstärken, einschließlich Drohnen«, sagte Nato-Sprecherin Allison Hart. Sie fügte hinzu, dass Nato-Generalsekretär Mark Rutte mit den rumänischen Behörden wegen des Vorfalls in Kontakt stehe. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas schrieb auf der Plattform X, dass Russland den europäischen Luftraum nicht ungestraft verletzen dürfe. Der Absturz einer russischen Drohne im rumänischen Galați sei eine eklatante und schwerwiegende Verletzung der Souveränität des Nato- und EU-Staates und des europäischen Luftraums. Der Einschlag der Drohne in Galați hatte einen Brand im zehnten Stock eines Wohnblocks ausgelöst. Vier Menschen wurden durch die Explosion verletzt, zwei davon mussten ins Krankenhaus, wie örtliche Medien berichteten. Ein auf Explosionen spezialisiertes Ermittlerteam machte sich noch in der Nacht auf den Weg zum Einsatzort. Galați liegt an der Donau, die Grenzen zur Republik Moldau und zur Ukraine sind jeweils nur wenige Kilometer entfernt . Rumänien werde diese »gravierende Verletzung des internationalen Rechts und seines Luftraums mit diplomatischen Maßnahmen beantworten«, heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums. »Die Russische Föderation trägt die direkte Verantwortung für diese schlimme und verantwortungslose Aktion.« Rumäniens Außenministerin Oana Toiu sprach von einem »schwerwiegenden« und »beispiellosen« Vorfall. Sie warf der russischen Regierung »unverantwortliches Handeln« vor. Man habe Rumäniens Verbündeten informiert und den russischen Botschafter in das Bukarester Außenministerium einbestellt. EU will Druck auf Russland erhöhen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilte mit, Russland habe bei seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg »eine weitere Grenze überschritten. Wir stehen uneingeschränkt solidarisch an der Seite Rumäniens und seiner Bevölkerung«, schrieb von der Leyen. Die EU werde ihre »Sicherheits- und Abschreckungsmaßnahmen« weiter verstärken, insbesondere an ihrer Ostflanke. Zugleich kündigte sie an, dass die EU den Druck auf Russland »weiter erhöhen« werde. Auch Moldaus Präsidentin Maia Sandu äußerte sich besorgt angesichts des Vorfalls im Nachbarland Rumänien. Die frühere Sowjetrepublik grenzt sowohl an Rumänien als auch an die Ukraine. Sandu verurteilte »aufs Schärfste den russischen Drohnenangriff auf rumänische Privatwohnungen«, schrieb Sandu auf X. Die Republik Moldau stehe »voll und ganz an der Seite Rumäniens«. Russland sei »eine Gefahr für alles und muss gestoppt werden«.